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Oschatz Autofahrer sehen in Oschatz Rot: Bei Grüner Welle herrscht Ebbe
Region Oschatz Autofahrer sehen in Oschatz Rot: Bei Grüner Welle herrscht Ebbe
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16:47 11.12.2014
3 Quelle: privat
Oschatz

Von christian kunze

Bis vor einigen Monaten kam Zschäbitz dabei in der Regel in den Genuss einer Grünen Welle. Die Schaltung der Ampeln sei so koordiniert gewesen, dass in der Stadt mehrere Fahrzeuge ohne Wartezeiten an allen Kreuzungen grünes Licht hatten und zügig vorankamen. Doch seit geraumer Zeit sieht der Stadtrat öfter Rot. Die Ampeln schalten um, ohne Pausen geht es nicht mehr voran, und die Zeit für den Arbeitsweg verlängert sich. "Im Stadtrat habe ich nachgehakt, ob es Veränderungen gegeben hat, die Einfluss auf die Grüne Welle und den fließenden Verkehr haben. Man sagte mir, dass sich die Stadt mit dem zuständigen Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv, d. Red.) in Verbindung setzen werde", so der Berufskraftfahrer.

Gestern Nachmittag testete die OAZ selbst. Die Fahrt vom Oschatzer Ortseingang aus Richtung Leipzig kommend bis Lonnewitz dauerte ab 14.30 Uhr sechs Minuten und einige Sekunden. Rote Ampeln und damit Wartezeiten mussten an der Kreuzung Friedensstraße (erreicht nach 0:29 Minuten), am Leipziger Platz (erreicht nach 1:31 Minuten), an der Kreuzung Lutherstraße (erreicht nach 3:04 Minuten) sowie an der Kreuzung Theodor-Körner-Straße (erreicht nach 3:49 Minuten) in Kauf genommen werden. Die Grüne Welle setzte erst an der Kreuzung Steinweg ein (erreicht nach 4:28 Minuten) und wurde über die Kreuzungen Hospitalstraße (erreicht nach 5:02 Minuten) und Eichstädt-Promenade (erreicht nach 5:24 Minuten) bis zur letzten Ampelkreuzung am Dresdener Straße/Abzweig Nossener Straße (erreicht nach 5:48 Minuten) nicht unterbrochen.

In der Gegenrichtung dauerte die Fahrt wenige Minuten später nicht ganz so lange: Nach 4:09 Minuten und zwei roten Ampeln (Kreuzung Theodor-Körner-Straße und Kreuzung Lutherstraße) war es geschafft.

Isabel Siebert, Pressesprecherin des Lasuv, erklärt dazu: "Die Lichtzeichenanlagen in Oschatz laufen in einem koordinierten System. Dieses muss nicht zwangsläufig zu einer Grünen Welle führen." Dass es mit der Koordinierung Schwierigkeiten geben soll, sei ihr bisher nicht bekannt gewesen. "Wir haben die Stadtverwaltung gebeten, uns die aus ihrer Sicht bestehenden Probleme mit der Ampelregelung zu erläutern." Sobald die Mängel bestätigt beziehungsweise beschrieben seien, werde man sie prüfen. "Wenn die Ursachen der Probleme feststehen, werden diese umgehend durch eine von uns beauftragte Signal-baufirma behoben", so Isabel Siebert abschließend.

Im Oschatzer Rathaus wird man sich der Grünen Welle ebenfalls annehmen. "Nach Auskunft unseres Sachgebiets Ordnungs- und Straßenrecht werden wir dem Lasuv bis Anfang nächster Woche die Anregungen und Hinweise eines Stadtrats und eines Bürgers weiterleiteten", so Hauptamtsleiter Manfred Schade. Über die Ergebnisse werde man nach Information des Lasuv im Oschatzer Stadtrat informieren.

Christian Kunze

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