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Oschatz Autoknacker fahren auf Mazda ab
Region Oschatz Autoknacker fahren auf Mazda ab
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16:19 23.04.2013
Holger Schmidt ärgert sich über die Autoknacker. In diesem CX 7 hatten die Kriminellen in der Nacht zum Sonntag bereits die Verkleidung der Lenksäule ab- und das Zündschloss ausgebaut, ließen das Fahrzeug dann aber stehen. Quelle: Sven Bartsch

Die Polizei hatte gestern noch keine heiße Spur.

Als über Ostern ein roter Mazda 3 (MPS) mit 260 Pferdestärken spurlos verschwunden war, sah das noch nach Zufall aus. Nach dem vergangenen Wochenende kann davon keine Rede mehr sein. Am Sonntagmorgen fehlte ein CX7 (38000 Euro) und am Montag ein MX 5 (30000 Euro). "Da war ich dann schon richtig sauer", sagt Holger Schmidt. Auf dem Gelände seines Autohauses stehen durchschnittlich 90 Wagen.

Der Unternehmer vermutet, dass professionelle Autoknacker auf Diebestour waren. Denn zwei der gestohlenen Wagen können nicht mit herkömmlichen Zündschlüsseln, sondern nur mit einer elektronischen Karte (Keycard) gestartet werden. "Um diese Autos ohne die dazu gehörende Keycard starten zu können, muss das ganze Steuergerät getauscht werden", weiß der Auto-Experte. Zudem seien die Alarmanlagen der Wagen gezielt lahmgelegt worden. Und in einem weiteren CX 7, den die Diebe in der Nacht zum Sonntag erfolglos zu knacken versuchten, fand die Polizei nicht einen Fingerabdruck. "Die Diebe müssen Handschuhe getragen haben", vermutet Schmidt.

Möglicherweise sind die gestohlenen Autos auch auf einen Transporter geschoben und damit weggefahren worden. So wie im Dezember 2012, als über Nacht fünf Wagen vom Gelände eines Autohauses an der Richard-Lehmann-Straße in Leipzig verschwunden waren. "Der Autolaster mit diesen Wagen ist dann kurz vor Polen gestoppt worden", sagt Uwe Voigt, Pressesprecher der Polizeidirektion Leipzig. Bis gestern hatte die Polizei laut Voigt allerdings noch keine heiße Spur zu den Oschatzer Autoknackern.

Um den Kriminellen das Handwerk zu erschweren, will Holger Schmidt nun den Sicherheitsdienst öfter patrouillieren lassen und vertraut auch auf die seit Jahresanfang verstärkte Präsenz der Streifenpolizisten des Oschatzer Reviers. "Ein bisschen Hoffnung habe ich noch, dass die Autos wieder auftauchen", sagt der Oschatzer. Alle drei jetzt gestohlene Wagen sind mit fest installierten Navigationsgeräten ausgerüstet, die geortet werden können. Zwei Autos, die ihm bereits vor zwei und drei Jahren gestohlen worden waren, hat der Unternehmer wieder zurückerhalten. Ein Wagen war in Leipzig und einer nahe der polnischen Grenze aufgetaucht.

Frank Hörügel

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