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Oschatz Backhaus Wentzlaff kämpft sich sukzessive auf den Markt zurück – neue Produktion entsteht
Region Oschatz Backhaus Wentzlaff kämpft sich sukzessive auf den Markt zurück – neue Produktion entsteht
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18:06 28.11.2018
Die Daumen zeigten beim Besuch in Sornzig wieder nach oben: Peter Wentzlaff, Chef des gleichnamigen Backhauses, kann nach einem schweren Schaden durch eine Windhose wieder lachen. Der Chef der Handwerkskammer zu Leipzig, Claus Gröhn (Mitte), und Polizeipräsident Bernd Merbitz (r.) gaben etwas moralische Rückendeckung. Quelle: Ulrich Milde
Sornzig.

Peter Wentzlaff überlegte keine Sekunde. „Ich habe nicht eine Minute ans Aufgeben gedacht”, antwortete der Chef des gleichnamigen Backhauses in Sornzig auf eine entsprechende Frage. Schließlich habe er eine große Verantwortung für seine 100 Mitarbeiter und deren Familien. „Nicht jeder hätte durchgehalten”, kommentierte Claus Gröhn, Präsident der Handwerkskammer Leipzig. Wentzlaff sei eben ein Stehaufmännchen. „Der Elan und der Optimismus sind bewunderungswert”, ergänzte Polizeipräsident Bernd Merbitz. Die beiden Leipziger waren jetzt zu Besuch in Sornzig, um Wentzlaff zumindest ein wenig moralische Rückendeckung zu geben.

Fertigung liegt jetzt wieder bei 70 Prozent

Eine Windhose hatte in der Nacht vom 17. auf den 18. August das Dach der Produktionshalle in Sornzig angehoben und schwer beschädigt. „Ich hatte erst mit einem Schaden von 30 000 bis 50 000 Euro gerechnet”, erinnerte sich Wentzlaff. Doch der herbeigerufene Gutachter habe die Halle komplett gesperrt, da Gefahr für Leib und Leben bestanden habe. In kürzester Zeit organisierte Wentzlaff Sicherungsmaßnahmen, was angesichts der boomenden Konjunktur im Bauhandwerk alles andere als ein leichtes Unterfangen war. Das Hallendach wurde mit 40 Schwerlaststützen gesichert, so dass die Produktion von Brot, Kuchen und Co. rasch wieder aufgenommen werden konnte. Inzwischen hat die Fertigungskapazität nach Wentzlaffs Angaben 70 Prozent des früheren Niveaus erreicht. Die 15 Geschäfte werden regelmäßig beliefert, zudem ist das Unternehmen jährlich auf 400 Märkten vertreten.

Neubau entsteht parallel

Bei laufender Herstellung in einer Art Provisorium wird parallel eine komplette Neuproduktion gebaut, im nächsten Jahr wird das Dach saniert. Die Fertigstellung der Maßnahmen ist für Mitte 2019 vorgesehen. Bis dahin hat Wentzlaff alle Hände voll zu tun. Er leitet die Produktion und beaufsichtigt natürlich auch die Bauarbeiten. Froh ist er, dass er eine Betriebsunterbrechungsversicherung nicht nur über Feuer- und Wasser-, sondern auch über Sturmschäden abgeschlossen hat. „Das kann ich nur jedem empfehlen.” Alles in allem dürfte die Versicherung mit rund 3,5 Millionen Euro dabei sein.

Von ulrich milde

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