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Oschatz Baggern, radeln, kuscheln: So machen Nordsachsens Politiker Werbung für sich selbst
Region Oschatz Baggern, radeln, kuscheln: So machen Nordsachsens Politiker Werbung für sich selbst
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15:00 30.07.2017
f Quelle: ALL
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Oschatz.

Nordsachsens Direktkandidaten für den Bundestag gehen neue Wege: Weil Plakatieren überall anders geregelt ist, drehen sie stattdessen bewegte Bilder – wie die Stadt Oschatz im Imagefilm für die Internetseite und der MDR in der Show „Musik für Sie“. Kamera ab für sechs sensationelle Wahlwerbesports.

Christoph Waitz (FPD) ist hier kaum bekannt. Deshalb macht der Delitzscher uns die Monika Martin und pendelt auf der Döllnitzbahn. Analog zum Martin-Schulz-Zug der SPD kürt er den Bundesvorsitzenden seiner Partei als Zugpferd – mit gelb-blau-rosafarbenem Anstrich wird der „Wilde Robert“ zur Christian-Linder-Lokomotive. Ähnlich schwer hat es Jörg Bornack. Der Ingenieur tritt für die Grünen an und lässt sich beim Radfahren filmen. Es gibt genug Trassen, die Bicycle-Bornack kamerawirksam testen kann.

Sozialdemokrat Rüdiger Kleinke will einheitliche Standards in der Bildung. Den Anfang macht er in Zschöllau. Auf dem Areal der abgerissenen Tintenfabrik entstehen in absehbarer Zeit weder Eigenheime noch ein Regenrückhaltebecken. Kleinke baut dort mit Sozi-Subventionen die Tintenbude wieder auf und schon fließt genug blaue Schreibflüssigkeit für alle, die die Schulbank drücken.

Unsere liebe Linkspartei-Lady Susanna Karawanskij verlängert die Ferien. Am neuen Beach-Volleyball-Platz des Sportvereins Borna lädt sie die Wähler zum Baggern ein. Ja, da kommt sonnige Urlaubsfreude auf! Marian Wendt (CDU) stärkt das Handwerk und geht für seine Stimmen in die Knie. Beim Parkettleger-Workshop im Schloss Dahlen legt er selbst Hand an. Mal sehen, was raus kommt.

Schließlich vertraut Detlev Spangenberg (AfD) auf Kinder und Tiere. Beides geht ja immer! Wo Frontfrau Frauke Petry das eigene Baby hochhält, schmückt er sich mit fremden felltragenden Knuddel-Kumpels: Sein Besuch bei Eselflüsterin Michelle Schnelle und ihren Grautieren in Striesa könnte sich am 24. September auszahlen. Denn die Wähler finden diesen Kuschelkurs richtig niedlich: „Ach guck mal da – noch ein Esel mehr!“

Von Christian Kunze

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