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Oschatz Barmer ade: Jetzt schraubt die Kasse auch noch ihren Postkasten ab
Region Oschatz Barmer ade: Jetzt schraubt die Kasse auch noch ihren Postkasten ab
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00:31 18.07.2015
Das waren noch Zeiten, da wies die Barmer noch mit einem Baustellenschild daraufhin, dass die Oschatzer Filiale geöffnet hat. Quelle: Dirk Hunger
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Seitdem konnten Patienten und andere Versicherte - zwar nur "einspurig" - über den Postkasten mit der Krankenkasse kommunizieren, aber immerhin. Diese Möglichkeit hat sich nun auch in nichts aufgelöst. Barmer-Mitglieder sind sauer.

Wie geht es jetzt weiter? Obwohl die Bürger die neuen Strukturen der Krankenkasse nicht verschuldet haben, sind sie jetzt gezwungen, die Rechnung zu bezahlen, das heißt Benzin-Geld, weil gefahren werden muss, Porto, weil Briefe und andere Post an die Barmer geschickt werden muss und die (teilweise) Telefonkosten, wenn ein Mitglied mit einer Barmer-Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter reden möchte.

Die Oschatzer Allgemeine sprach dazu mit Barmer-Sprecherin Claudia Szymula: "Es haben in den vergangenen Monaten nur sehr wenige unserer Versicherten den angebrachten Postkasten regelmäßig genutzt. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, diesen nicht mehr am alten Standort zu belassen", begründet die Sprecherin.

Die meisten der Versicherten würden den Einkauf im zehn Kilometer entfernten Riesa mit einem Besuch in der Barmer-Geschäftsstelle verbinden, "wenn Sachverhalte persönlicher Klärung bedürfen". In Riesa befindet sich die Geschäftsstelle zentral auf dem Alexander-Puschkin-Platz 4c. Je nach unmittelbarem Wohnort würden auch die Geschäftsstellen in Döbeln, Obermarkt 21 oder Grimma, Lange Straße 22, als Anlaufstelle für ein persönliches Gespräch genutzt.

"In allen genannten Geschäftsstellen stehen jeweils fünf Kundenberater oder Beraterinnen zur Verfügung: montags bis donnerstags bis 18.30 Uhr, freitags bis 16 Uhr und auch für individuelle Gespräche zur Verfügung."

Es sei der Barmer bewusst, dass die bisherigen Umstrukturierungsmaßnahmen in einigen Regionen Lücken hinterlassen haben. Wichtig sei dabei jedoch auch zu sehen, "dass wir zugleich an zentralen Orten neue und größere Geschäftsräume für die Versichertenberatung eröffnet haben und so auch mehr Betreuungsservice bieten können."

Bekannt sei auch, dass es einige Versicherte gibt, denen es aufgrund des Alters oder einer Behinderung nicht möglich ist, eine Geschäftsstelle der Barmer aufzusuchen, egal wie nah oder weit der Weg zur nächsten Geschäftsstelle sei.

"Wir haben sie nicht vergessen! Wir bieten ihnen eine Beratung direkt zu Hause an. Bundesweit haben wir als Kasse dafür extra Autos, mobile Geschäftsstellen, angeschafft. Unsere Kundenberater und Beraterinnen im Außendienst sind mit Handy und Laptop ausgestattet. So ist eine Beratung vor zu Hause unkompliziert möglich. Mit einem einfachen Anruf kann ein Besuchstermin abgestimmt und vereinbart werden."

Marktforschungen hätten gezeigt, dass die meisten Versicherten aktuell ein anderes Verständnis von Nähe entwickelt haben. Die Nähe werde nicht mehr nur in Metern gemessen.

"Die telefonische Erreichbarkeit ist für die Versicherten der Barmer GEK heute die wichtigste Kontaktvariante. Aus diesem Grund legen wir besonders großen Wert auf den Ausbau von Telefon-Geschäftsstellen", erklärte Claudia Szymula auf Anfrage der Oschatzer Allgemeinen. Die Standorte der Geschäftsstellen seien nach der Mitgliederstruktur ausgewählt worden. So hätten alle Regionen entsprechend ihrer jeweiligen Voraussetzungen berücksichtigt werden können.

"Ungefähr 90 Prozent unserer Versicherten erreichen die nächstgelegene Geschäftsstelle in weniger als 20 Minuten. Für nahezu alle übrigen Mitglieder beträgt die Fahrzeit ungefähr 30 Minuten." © Kommentar

Die Geschäftsstellen Döbeln und Riesa sind zu erreichen unter: (kostenfrei): 0800 33 31 01, Grimma: 0800 33 20 60 23 62 00 (zum Teil werden Kosten erhoben, siehe: www.oeffnungszeitenbuch.de/filiale/Grimma

Gabi Liebgall

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