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Oschatz Bauantrag für Flüchtlingsunterkunft in Olganitz gestellt
Region Oschatz Bauantrag für Flüchtlingsunterkunft in Olganitz gestellt
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13:01 02.02.2016
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Olganitz

Angesichts der geplanten Aufnahme unbegleiteter minderjähriger Ausländer im Olganitzer Schullandheim bittet Thomas Dittmann vom Bildungs- und Sozialwerk Muldental um Verständnis. Bei einem Gespräch in Lampersdorf, wo bereits zwölf jugendliche Flüchtlinge untergebracht sind, verwies Dittmann auf die durchweg guten Erfahrungen, die der Trägerverein mit der Unterbringung in kleinen Einheiten gemacht hat. „Überschaubare Gruppen in kleineren Orten – da funktioniert die Integration besser als in größeren Städten.“ Deshalb wolle man die geplante zwölf Plätze auch nicht überschreiten, obwohl der Bedarf im Landkreis sicher größer sei. Die pädagogischen Interessenten würden in diesem Fall über den wirtschaftlichen stehen, so der Vertreter des Sozialwerkes.

Vorige Woche habe man den Bauantrag für die nötigen Arbeiten in Olganitz bestellt, wird dieser, ebenso wie der Fördermittelantrag, bewilligt und könnten die Arbeiten zügig beginnen, sei es möglich, die ersten Jugendlichen im Frühsommer aufzunehmen. Für das Wohnprojekt soll das Dachgeschoss eines Nebengebäudes auf dem Gelände des Schullandheimes ausgebaut werden (wir berichteten). Der Verein hat dazu einen Zuschuss von 400 000 Euro beantragt.

Im Cavertitzer Gemeinderat waren die Pläne, eine Wohngruppe in Olganitz zu schaffen, auf Kritik gestoßen. Ein wiederholtes Argument war, dass die Gemeinde mit der Aufnahme von Flüchtlingen im Buchaer Hotel zur Mühle bereits ihren Anteil erfüllt habe. Rat und Verwaltung seien von den neuerlichen Plänen überrascht worden und zeigten sich dementsprechend wenig begeistert. Einige Tage später meldete sich der CDU-Ortschef Florian Stehl zu Wort. Zwar kritisierte er das Landratsamt, den Cavertitern falsche Versprechungen gemacht zu haben, meinte aber auch, die Gemeinde könne mit zwölf zusätzlichen jugendlichen Flüchtlingen umgehen. „Wir kennen das von anderen Standorten: Erst herrscht Unsicherheit, aber später läuft das Zusammenleben unaufgeregt“, so Thomas Dittmann. Man sei offen für Fragen und auch für spätere Besuche im Haus. Interessenten aus Olganitz sollen nach dem Einsatz der Jugendlichen die Möglichkeit bekommen, die unbegleiteten Ausländer selbst und ihre Lebensumstände vor Ort kennen zu lernen. Dieses Angebot steht auch in Lampersdorf und wurde schon mehrfach genutzt.

Dittmann betonte auch, dass man den Jugendlichen stets klar mache, an welche Regeln sich diese zu halten hätten. „Sie befinden sich hier nicht im rechtsleeren Raum. Wenn es Probleme gibt, hat das Konsequenzen.“ Bisher fahre man damit sehr gut.

Von Jana Brechlin

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