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Bauarbeiter entdecken an Oschatzer Friedhofsmauer Grüfte

Bauarbeiter entdecken an Oschatzer Friedhofsmauer Grüfte

Als die Mitglieder des Technischen Ausschusses Ende August grünes Licht für die Sanierung der Oschatzer Friedhofsmauer gaben, war nicht zu erwarten, dass die Bauleute tief in die Oschatzer Geschichte eindringen würden.

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Diese drei Grüfte wurden bei den Bauarbeiten an der Friedhofsmauer entdeckt.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. Von Hagen Rösner

Eigentlich wollten die Bauarbeiter mit ihrem Minibagger erkunden, wie es um die Standfestigkeit der Mauer bestellt ist. Doch als plötzlich Ziegel freigelegt werden und auch noch Gewölbe ein Stück einbricht, wird deutlich, dass hier eine alte Begräbnisstätte entdeckt worden ist. Wie Bienenwaben müssen die Grüfte an die Friedhofsmauer angebaut gewesen sein. Für den Archäologen Dr. Thomas Westphalen vom Landesamt in Dresden ist dies nicht verwunderlich. "Wenn wir archäologisch Arbeiten auf oder an einem Friedhof betreuen, dann sind wir schon darauf gefasst, dass wir auf entsprechende Funde stoßen können", sagt er. Die Arbeiten am Oschatzer Friedhof werden archäologisch von Dr. Wolfgang Ender betreut.

Die Funde an der Friedhofmauer haben natürlich Auswirkungen auf den Baufortschritt. "Wir werden die Sanierung der Friedhofsmauer jetzt wesentlich langsamer vorantreiben können als wir es ursprünglich geplant hatten", sagt der Oschatzer Bauamtsleiter Michael Voigt. Als Eigentümerin ist die Stadt Oschatz sowohl für den Friedhof als auch für die Friedhofskirche verantwortlich. Dabei scheint es jetzt schon sicher, dass die Grüfte nicht ausgegraben werden. "Auch wenn die Begräbnisstätten schon alt sind, soll hier die Totenruhe gelten", so Voigt. Er warnt auch davor, das Baugelände rund um die Grüfte zu begehen. "Hier herrscht jetzt akute Einsturzgefahr, das kann gefährlich werden. Darum ist das Areal auch mit Absperrbändern abgegrenzt.

Die Arbeiten an der Friedhofsmauer werden vorsichtig fortgesetzt. Allerdings wird es nach dem jetzigen Stand der Dinge nicht mehr möglich sein, die Böschung von der Mauer zu entfernen. Die Stadt Oschatz investiert derzeit in die Erhaltung beziehungsweise den Neuaufbau der historischen Umfassungsmauer rund 100 000 Euro.

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