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Oschatz Bauhof bunkert Sandsäcke
Region Oschatz Bauhof bunkert Sandsäcke
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16:38 03.06.2013

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Sie wollen sich schützen, zum Beispiel mit Sandsäcken.

Die Oschatzer Wehr und die Wehren in den Ortsteilen sind seit Freitag im Einsatz. "Zurzeit ist es ruhiger geworden", erklärt der Oschatzer Wehrleiter Lars Natzke. Es würden trotzdem Kontrollfahrten durchgeführt. Wer dem Frieden nicht traut, kann sich mit Sandsäcken eindecken. "Wir haben immer 400 Säcke vorrätig", so Bauhofleiter Rolf Prohazka. Fünf Personen hätten sich gestern mit rund 100 Säcken eingedeckt. "Und was fehlt, wird immer wieder aufgefüllt."

Menschen, die sich aufgrund ihres Alters die Säcke nicht selbst holen können, denen bringen Mitarbeiter des Bauhofes die Fuhre auch nach Hause.

"Wir kontrollieren auch die Straßensperrungen." Zum Zeitpunkt des Gespräches mit dem Bauhof-Chef waren nur noch zwei Straßen gesperrt: die Straße am Wüsten Schloss und der Tischer-Weg im Stadtpark. Außerdem stehe das Bauhof-Team im ständigem Kontakt mit dem Rathaus, dem Zentrum des Krisenmanagements in der Oschatzer Region.

Sandsäcke sind auch für Johanna (82) und Herbert (87) Möbius in Altoschatz derzeit die wichtigsten Utensilien. Ihr Grundstück ist aufgrund seiner Lage besonders gefährdet. Sie mussten in den Jahren 1977, 2002, 2006 und jetzt schlechte Erfahrungen mit dem Stranggraben machen. "2006 im Februar stand das Wasser einen halben Meter in unserer Wohnstube", so die Seniorin. Das Paar hätte damals in einem kleinen Zimmer hausen müssen, weil sich die Renovierung bis in den Sommer hinzog. "Die Familie hat uns dabei sehr geholfen", erinnert sich Johanna Möbius, und ihr Mann ergänzt: "Hier sollte schon lange eine Mauer her, aber das ist nicht so einfach." Er erklärt, dass die Straße, die zu den Grundstücken gehört, umgewidmet werden müsste, damit die Stadt grünes Licht für Entscheidungen bekomme. "Die Stadtverwaltung ist wirklich ein guter Partner. Wir vertrauen ihnen." Die zuständigen Mitarbeiter würden das Problem kennen.

Wegzuziehen kommt für das Paar nicht in Frage: "Ich wohne seit 1935 hier", sagt Herbert Möbius. Er hofft, dass die Mauer doch bald kommt.

Gabi Liebegall

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