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Baustellenrapport für Staatssekretär

Baustellenrapport für Staatssekretär

Vom Baufortschritt der künftigen Ortsumgehung Mügeln/Schweta überzeugte sich gestern Roland Werner, Staatssekretär im Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des Freistaates Sachsen, in Mügeln.

Mügeln.

 

Von Heinz Großnick

 

 

 

"Die Entlastung der Innenstädte, wie auch deren Bewohner ist eines der wichtigsten Anliegen des Sächsischen Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit. Natürlich freuen wir uns, wenn ein Projekt dieser Art sowohl die Lebensqualität als auch das Verkehrsnetz in Sachsen wesentlich verbessert", sagte Werner und fügte hinzu: "Wir haben eigenes großes Interesse an der Fertigstellung. Es ist wichtig, sich vor Ort zu informieren und nicht nur nach Aktenlage." Im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) werde laut Werner im Freistaat für insgesamt 600 Millionen Euro gebaut. Die Mügelner Ortsumgehung bezeichnete der Staatssekretär als eine der größten Maßnahmen.

Dr. Martina Tinkl, Niederlassungsleiterin im Landesamt für Straßenbau und Verkehr, bezifferte die Gesamtkosten der 6,6 Kilometer langen Strecke auf 16,6 Millionen Euro. Mitte 2014 soll die Ortsumgehung für den Verkehr freigegeben werden.

Von Mügelns Bürgermeister Volkmar Winkler (SPD) erfuhr Werner, dass die Stadt bestrebt sei, die Ortsdurchfahrt neu zu gestalten. "Wir werden im nächsten Jahr mit der Planung beginnen." Winkler brachte gegenüber dem Staatssekretär aber auch sein Unverständnis über den fehlenden Radweg neben dem Neubau der Staatsstraße 31 nördlich der A 14 bis nach Mügeln zum Ausdruck und bat ihn um Unterstützung.

Nach der Besichtigung der Baustelle informierte sich Werner an einer Grabungsstelle über die außergewöhnlichen und reichhaltigen Funde der Archäologen. Bei den Untersuchungen kamen Siedlungen und Bestattungsplätze aus mehreren Perioden sächsischer Vorgeschichte, von der jüngeren Steinzeit um 5100 vor Christus bis ins 18. Jahrhundert zum Vorschein. Zu den zahlreichen Funden gehören unter anderem Gefäße mit plastischen Verzierungen in Form von gehörnten Tieren und Fabelwesen (um 5000 vor Christi) und die typischen, europaweit verbreiteten Glockenbecher, etwa 2500 vor Christi. Auch Bronzeschmuck und Eisengeräte, die in Mitteldeutschland bisher einmalig sind, konnten ausgegraben werden. "Die archäologische Ausgrabungsstätte an der Staatsstraße 31 ist ein gutes Beispiel dafür, welche Entdeckungen aufgrund des Straßenbaus möglich sind. Dabei wird deutlich, welch Kultur- und Wirtschaftsraum unsere Region schon zu prähistorischen Zeiten war", so Werner.

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