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Oschatz Bayern planen Solarpark bei Bornitz und Kleinragewitz
Region Oschatz Bayern planen Solarpark bei Bornitz und Kleinragewitz
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10:35 20.04.2018
Ein Solarpark soll in der Gemeinde Liebschützberg entstehen. Das bringt auch der Gemeinde Bares in Form von Gewerbesteuereinnahmen. Quelle: Pixelio.de/Klaus-Uwe Gerhardt
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Liebschützberg

Im Liebschützberger Ortsteil Bornitz soll ein Solarpark entstehen. Die Energiebauern GmbH aus Sielenbach in Bayern stellte ihr Projekt am Dienstagabend den Mitgliedern des Gemeinderates vor. Vorgesehen dafür sind zwei Flächen in den Gemarkungen Bornitz und Kleinragewitz – das Gelände der ehemaligen Sandgrube in Bornitz und eine landwirtschaftliche Fläche entlang der Bahnlinie.

Während auf dem Gelände der ehemaligen Sandgrube Module mit einer Leistung von insgesamt 3,5 Megawatt vorgesehen sind, soll entlang der Bahnstrecke die Anlage fünf Megawatt liefern. „Die Fläche von Herrn Merkel entlang der Bahnstrecke ist gut in Kombination mit Landwirtschaft, zum Beispiel für Gänsehaltung, geeignet“, erläuterte Sepp Bichler, Geschäftsführer der Energiebauern GmbH. Das Unternehmen habe sich auf Photovoltaikanlagen auf sogenannten Konversionsflächen, also Grundstücke wie ehemalige Industriebrachen, Kiesgruben, Kohleabbaugebiete sowie Strecken entlang von Autobahn und Bahn spezialisiert. Bei der ehemaligen Sandgrube handele es sich laut Bichler um eine solche Konversionsfläche.

Neue Bundesländer sind Investitionsschwerpunkt

„Wir übernehmen alles selbst, von der Projektentwicklung über die Bauleitplanung, das schlüsselfertige Bauen bis zur Finanzierung und Objektbetreibung“, so der Geschäftsführer. Seit vier bis fünf Jahren seien die neuen Bundesländer Schwerpunkt für die Projekte des Unternehmens, aber auch in Bayern seien mehrere Anlagen errichtet worden.

Das mittelständische Familienunternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben 20 Mitarbeiter, 40 Prozent der Belegschaft komme aus den neuen Bundesländern. Vorteil des Vorhabens für Liebschützberg: „Für jedes Projekt gründen wir eine eigene Projektgesellschaft mit Sitz in der jeweiligen Gemeinde, so dass die Gewerbesteuer vor Ort bleibt“, versprach Bichler. Ist die Anlage in Betrieb, könne die Gemeinde ab dem fünften Jahr mit Gewerbesteuereinnahmen rechnen. Wert legt der Geschäftsführer auch auf eine für die Landschaft schonende Bauweise. „Es werden Pfosten in die Erde gerammt, nichts wird zubetoniert. Darauf werden die Gestelle draufgeschraubt und dann die Module montiert.“ Diese Technik habe sich mittlerweile klar durchgesetzt und habe den Vorteil einer schnellen Montage. Ob das Vorhaben Wirklichkeit wird oder nicht, dazu haben die Gemeinderäte jetzt Bedenkpause. „Ich habe selbst eine Photovoltaikanlage und finde es als Landwirt sehr gut, dass die Sandgrube dafür genutzt wird. Darauf möchte ich zum Beispiel nichts anbauen“, bemerkte Gemeinderat Torsten Kühne (CDU). „Wir werden beim nächsten Gemeinderat einen Beschluss fassen. Dann geben wir Ihnen Rückmeldung“, versprach Bürgermeister David Schmidt (parteilos) dem Unternehmer am Ende seiner Projektvorstellung.

Von Heinz Großnick

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