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Oschatz Bayrisches Unternehmen investiert in Bornitz in Sonnenstrom
Region Oschatz Bayrisches Unternehmen investiert in Bornitz in Sonnenstrom
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06:00 07.09.2016
Solarmodule sollen künftig auch im Liebschützberger Ortsteil Bornitz Strom aus Sonnenenergie erzeugen. Quelle: dpa-Zentralbild
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Bornitz

Dem geplanten Bau eines Solarparkes im Liebschützberger Ortsteil Bornitz haben die Mitglieder des Gemeinderates während ihrer jüngsten Sitzung ihre Zustimmung gegeben. „Wir stehen dem Bau der Solaranlage positiv gegenüber und unterstützen die Ansiedlung. Jetzt kann das Unternehmen die Planung in Angriff nehmen“, bestätigte der Liebschützberger Bürgermeister David Schmidt (parteilos).

Sepp Bichler, Geschäftsführer der Energiebauern GmbH aus Sielenbach in Bayern, stellte das Projekt dem Gremium im Juni in einer öffentlichen Ratssitzung vor. Danach hatten die Räte Bedenkpause, bevor das Thema im vergangenen Monat erneut auf der Tagesordnung stand.

Vorgesehen für die Errichtung des Solarparkes sind zwei Flächen in den Gemarkungen Bornitz und Kleinragewitz – das Gelände der ehemaligen Sandgrube in Bornitz und eine landwirtschaftliche Fläche entlang der Bahnlinie. Dort sollen zwei Anlagen mit einer Leistung von 3,5 Megawatt beziehungsweise fünf Megawatt entstehen (wir berichteten). Nach derzeitigem Stand rechnet Bichler damit, den erzeugten Strom für 7,5 Cent pro Kilowattstunde veräußern zu können.

„Wir sind sehr erfreut über das positive Signal aus dem Gemeinderat“, sagt Bichler und spricht von einer angenehmen und aufgeschlossenen Atmosphäre während der Vorstellung seines Projektes vor dem Gremium. Das sei nicht überall so, oft gebe es Skepsis.

Im Moment laufen noch Gespräche mit Landeigentümern zu sogenannten Pachtoptionsverträgen, drei seien bereits abgeschlossen, zwei müssen noch vertraglich vereinbart werden. „Parallel läuft die Vorbereitung der Bauleitplanung. Wir brauchen einen Bebauungsplan und die Änderung des Flächennutzungsplanes, damit die landwirtschaftlichen Flächen für Photovoltaik ausgewiesen werden können“, nennt der Geschäftsführer den weiteren Verfahrensweg. Das betreffe die Fläche entlang der Bahnstrecke, die dann zum Beispiel für Gänsehaltung geeignet sei, hatte Bichler bereits zur Ratssitzung angedeutet. Der nächste Schritt wäre dann die Einreichung der Planungsunterlagen in den Gemeinderat, der dann einen Aufstellungsbeschluss zu fassen habe. „Wir gehen davon aus, dass wir im November in den Gemeinderat kommen und das Projekt dort im Detail erläutern“, so Bichler. Mit einer Inbetriebnahme der Anlagen rechnet der Unternehmer allerdings frühestens Ende 2017. „Eine Planungsphase von acht bis neun Monaten wäre optimal.“

Neue Arbeitsplätze durch den Bau der Anlagen werde es nicht geben. Allerdings Nebenjobs zum Beispiel für die Flächenpflege. „Gesucht wird auch ein Elektriker für die Betreuung der Anlagen vor Ort. Das handhaben wir für jeden unserer Standorte so.“ Das mittelständische Familienunternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben 20 Mitarbeiter und hat sich in den vergangenen vier bis fünf Jahren auf die neuen Bundesländer als Schwerpunkt für die Errichtung solcher Anlagen orientiert. „Für jedes Projekt gründen wir eine eigene Projektgesellschaft mit Sitz in der jeweiligen Gemeinde, so dass die Gewerbesteuer vor Ort bleibt“, erinnert Bichler an seine Ausführungen vor dem Rat Liebschützberg. Allerdings könne erst ab dem fünften Jahr nach der Inbetriebnahme der Anlagen mit Gewerbesteuereinnahmen gerechnet werden.

Derzeit laufe die offizielle Netzanfrage, um den erzeugten Strom einzuspeisen. Bichler ist zuversichtlich, dass die Einspeisung in „vernünftiger Entfernung“ erfolgen kann. Wie weit dann Leitungen verlegt werden müssen, sei abzuwarten. Im Vorfeld der Planung wolle das Unternehmen sich auch noch mit dem Landratsamt Nordsachsen in Verbindung setzen, um von der Behörde Details zur Genehmigungsprozedur zu erfahren.

Von Heinz Großnick

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