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Beats im Bungalowdorf: Nachtdigital-Festival in Olganitz

Musik & Party Beats im Bungalowdorf: Nachtdigital-Festival in Olganitz

Wie ein Traum aus Licht und Klang präsentierte sich das Nachtdigital Festival am Sonnabend den Besuchern. Nach einem kurzen Regenschauer verwandelte sich das Festgelände rund um den See im Olganitzer Bungalowdorf in ein Lichtermeer.

Ein Lichtermeer auf dem Festgelände in Olganitz.

Quelle: Janett Rohnstock

Olganitz. Wohin man auch schaute, überall blinkte und glitzerte es. Wie ein Band aus Lichtern zog sich eine Kette aus illuminierten Ballons über den See. Wind und Wasserströmung veränderten die Formen am Himmel ständig und jeder Blick nach oben offenbarte den Besuchern eine neue, wunderschöne Ansicht. Zum ausgefeilten Konzept der Organisatoren des Nachtdigital-Festivals am Wochenende in Olganitz gesellte sich dann auch noch der fast volle Mond, der die Wolken so beleuchtete, dass man denken könnte, es hätte mit zum Plan gehört. Doch nicht nur das Nachtdigital-Team prägt das Erscheinungsbild des Festivals. Auch die Gäste geben mit ihren ausgefallenen Outfits alles, um im beschaulichen Olganitz für drei Tage einen Ort zu erschaffen, der weit weg ist von Alltag und Routine.

Bunte Schirme mit Lichterketten, Glitzerkleider, Pailletten, blinkende Luftballons, Einhörner, bunte Haare und kreative Kostüme – dem Einfallsreichtum waren keine Grenzen gesetzt. Nichts war einfacher, als zwischen den hypnotischen Bässen und Klangexperimenten der tristen Realität zu entfliehen und sich von diesem Zauber treiben zu lassen.

360-Grad-Bühne

Das Geschehen beim Nachtdigital spielte sich wie in den vergangenen Jahren direkt am Ufer ab. Zwei Bühnen gaben den Fans der elektronischen Musik die Gelegenheit, je nach Geschmack und Wetter soviel Musik wie möglich zu erleben. Das neue Konzept der 360 Grad Bühne war nicht nur für die Djs spannend, sondern auch für die Festival Besucher, die so einen rundum Blick auf das Geschehen hatten und so neue Perspektiven erhielten. So war auch die Tanzfläche nicht statisch, sondern konstant in Bewegung um die Bühne herum und bot beim Tanzen und Umherziehen immer wieder neue Blicke auf das Festgelände. Wer dem Regen entfliehen wollte oder neugierig war, was die Djs noch zu bieten haben, der brauchte nur am Strand entlang bis zum großen Zirkuszelt schlendern und schon war man im Bann einer neuen Klangwelt. Der kurze Weg zwischen den beiden Bühnen konnte allerdings einiges an Zeit in Anspruch nehmen, denn alle paar Meter warteten Zerstreuung und interaktive Stationen auf die Besucher und auch, wenn man dachte, man hätte alles gesehen, stolperte man immer wieder über die kleinen Überraschungen, die die Nachtis vorbereitet hatten.

Welt der Nachtis

Der legendäre „Nachtdigital“ Schriftzug, der am anderen Ufer des Sees von allen Stellen aus zu sehen war, durfte auch beim zwanzigsten Nachtdigital nicht fehlen, ebenso wie andere Elemente, die fest zum Nachtdigital gehören. So ist auch der Weg vom Eingang zum See hinunter jedes Jahr wieder ein neues Erlebnis. Wollte man hinunter zum See, so musste man durch eine Art Vorhang aus langen Lamellen eintreten in die Welt der Nachtis. Wer zwischendurch keine Lust auf Tanzen hatte oder Zerstreuung der anderen Art suchte, konnte sich an zahlreichen Stationen unterhalten lassen.

Aus Fremden wurden Freunde

Tagsüber lockte das Musik-Bingo an den Strand und versprach einen kurzweiligen Tag mit buntem Musikmix und lustigem Raten von Titeln und Interpreten. Die Mischung an internationalen Besuchern, ausgefallenen Outfits und bekannten Songs ging auf. Es wurde nicht nur getanzt, sondern vor allem auch gelacht und richtig gefeiert. Aus Fremden wurden für ein Wochenende Freunde, die zu Besuch bei der Nachti-Familie Erinnerungen sammelten, die nicht nur auf den sozialen Netzwerken verewigt wurden, sondern auch das kleine Bungalowdorf zu einem bleibenden Eindruck bei den Beteiligten werden ließ.

Das Nachtdigital ist keine Eintagsfliege mehr, sondern eine feste Institution. Viele Besucher sind Wiederholungstäter und werden auch beim nächsten Mal wieder gebannt an ihren Rechnern sitzen, wenn der Vorverkauf der Tickets online geht und hoffen, eine der begehrten Eintrittskarten zu ergattern.

Von Janett Rohnstock

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