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Oschatz Begeisterung für Russisch geweckt
Region Oschatz Begeisterung für Russisch geweckt
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16:17 04.03.2013
Aktion am TMG in Oschatz Quelle: Julia Wagner

Petersburg, die Namen Stalin und Putin sowie das Genussmittel Wodka. Dass hinter dem größten Land der Erde viel mehr steckt, brachten drei Mitarbeiterinnen des RussoMobils den Kindern näher.

Aufgrund der guten Resonanz lud die Schule das Sprach- und Kulturinstitut auf Rädern bereits das dritte Mal zu sich ein, um den Fünftklässlern die Wahl der zweiten Fremdsprache zu erleichtern.

Das Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt, das nachhaltige Interesse an der Sprache Russisch zu fördern. Außerdem ist es wichtig, ein aktuelles Bild vom größten Land der Erde zu vermitteln sowie Vorurteile und Klischees abzubauen.

Das war auch am TMG nötig, was die Assoziationen der Kinder mit Russland zeigen. Kaum jemand kannte eine weitere Stadt neben Moskau und St. Petersburg, einen russischen Künstler oder russische Gerichte.

Die Lektorinnen Svetlana Sirotinina und Maria Frolova sind noch sehr jung und hatten gerade deshalb ein Gespür dafür, wie sie spielerisch das Interesse der Kinder wecken konnten. Voll beladen waren sie mit vielfältigen Materialien und unterschiedlichen Lernformen. Unter anderem zeigten sie den Fünftklässlern weitere russische Städte oder erklärten die sehr langen Reisezeiten im Land. Neben kleineren Spielen wurden Filme gezeigt, kurze Dialoge geübt und das kyrillische Alphabet begutachtet. Mit Neugier und Aufregung versuchten die Kinder sofort ihren eigenen Namen auf das Papier beziehungsweise an die Tafel zu bringen. Obwohl Russland für sie absolutes Neuland bedeutete, zeigten sich die Fünftklässer offen, interessiert und engagiert, da die jungen Lektorinnen ihnen ein modernes und aufgeschlossenes Bild des Landes vermittelten.

Bald wählen die Fünftklässler Russisch oder Französisch als zweite Fremdsprache. Viele stehen allerdings unter dem Einfluss von Vorurteilen der Eltern. So sei Französisch keineswegs die Sprache mit mehr Zukunftschancen, bestätigt auch Heidrun Schalm. "In manchen Betrieben ist Russisch sogar Einstellungsvoraussetzung. Die Sprache gewinnt immer mehr an Bedeutung", so die Russischlehrerin am TMG.

Um der steigenden Nachfrage entgegenzukommen, ist das Mobil mit jeweils zwei bis drei russischen Lektorinnen unterwegs, ursprünglich nur in Berlin und Brandenburg, mittlerweile aber sogar deutschlandweit. "In letzter Zeit waren wir viel in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg unterwegs. Ab morgen geht es dann nach Sachsen-Anhalt und Niedersachsen", so Oksana Kogan-Pech, die Projektkoordinatorin von RussoMobil. Tag für Tag rollt es quer durch Deutschland, um dort an Grund- und Oberschulen zu werben, zu informieren und zu begeistern.

Das ist ihnen am TMG auch bei ihrem jetzigen Besuch wieder gelungen. "Ich habe mich zwar schon für Französisch entschieden, aber die Stunde hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Ich weiß von vielen, die es sich jetzt noch einmal anders überlegt haben", berichtet Freya Emilia Varga, eine der Fünftklässlerinnen. "Es war richtig toll. Der Film war sehr lustig und wir haben bereits erste Wörter in der Sprache gelernt. Ich wusste vorher noch nicht, für welche Sprache ich mich entscheiden soll, aber nun bin ich überzeugt - ich möchte Russisch lernen", so Louise Döring, ebenfalls eine Fünftklässlerin des TMGs.

Julia Wagner

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