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Oschatz Bei Katastrophen funkt es digital
Region Oschatz Bei Katastrophen funkt es digital
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16:26 10.07.2014
Feuerwehrmann Danny Kaschel hält in der Leitstelle des Oschatzer Feuerwehrgerätehauses ein digitales Funkgerät in den Händen. Die Technik in der Leitstelle funktioniert aber noch auf analoger Basis. Quelle: Dirk Hunger
Oschatz/Nordsachsen

Das bestätigte auf Anfrage Swen Sonntag, Sachgebietsleiter Katastrophenschutz in der Landkreisverwaltung. Insbesondere handelt es sich dabei um die Ausrüstung mit 45 Fahrzeug- und Handsprechfunkgeräten. Für alle anderen Einheiten der Feuerwehr und des Rettungsdienstes wird die Umrüstung auf den digitalen Standard spätestens im November 2015 erfolgen. "Zu diesem Zeitpunkt soll die Integrierte Regionalleitstelle Leipzig IRLS ihren Betrieb aufnehmen", teilte Kreisbrandmeister Ingo Weber mit. Sie wird dann die zentrale Stelle für die Notrufannahme 112, die Disponierung der Einsätze, die Alarmierung der Einsatzkräfte der nicht polizeilichen Gefahrenabwehr (Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz) und die Einsatzkoordination für den gesamten Landesdirektionsbereich Leipzig - Stadt Leipzig, Landkreis Leipzig und Landkreis Nordsachsen - sein. "Nordsachsen ist planmäßig der zweitletzte Landkreis in Sachsen, der auf Digitalfunk umstellt", so Sonntag. Konkret heißt das, dass 1600 Geräte ausgetauscht werden müssen, davon sind 400 auf Fahrzeugen installiert.

Die Umrüstung wird wahrscheinlich nicht so teuer, wie anfängliche Prognosen befürchten ließen, deutete Sonntag an. War man zunächst bei einem Handfunkgerät von einem Preis von etwa 1500 Euro ausgegangen, so wird sich dieser aufgrund der zentralen Ausschreibung auf etwa 600 Euro reduzieren. Bei Geräten in den Fahrzeugen fiel der Preis von 2500 auf etwa 2000 Euro.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Oschatz sind laut Stadtwehrleiter Kasten Saack seit Mitte Mai zwei Katastrophenschutzfahrzeuge mit Digitalfunk ausgerüstet (wir berichteten). Erfahrungen, wie die neue Technik funktioniert, haben die Oschatzer Kameraden bisher nicht. "Wir arbeiten noch analog, weil unsere anderen Fahrzeuge bisher nicht mit Digitalfunk ausgerüstet sind", nennt Saack den Grund. Anders wäre das, wenn die Katastrophenschutzeinheit des Landkreises ausrücken würde. Da dann alle Fahrzeuge mit der neuen Technik bestückt wären, könnte digital gefunkt werden.

Die neuen digitalen Funkgeräte funktionieren ähnlich wie Smartphones. Den wichtigsten Aspekt sieht Weber in einer deutlich verbesserten Sprachqualität. "Es rauscht nicht mehr", so Weber. Auch sei die Kommunikation innerhalb der Einsätzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst auf direktem Weg möglich. Die neuen Geräte sind mit GPS ausgestattet, können also geortet werden.

Frank Hörügel

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