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Bei Rosen-Müller in Oschatz führt jetzt die nächste Generation die Geschäfte

Oschatz Bei Rosen-Müller in Oschatz führt jetzt die nächste Generation die Geschäfte

Wen Rosenfest in der Oschatzer Gärtnerei Müller ist, können die Besucher nicht nur Pflanzen kaufen, sondern sich beispielsweise Anregungen für das Anlegen eines Minigartens mit Rosen oder für die Gestaltung der Terrasse holen. Doch das Rosenfest 2017 stand diesmal auch unter einem ganz besonderen Aspekt.

von links: Katrin Mallock, Sabine Müller, Andrea Kirsten-Rendler und ihr Mann Jürgen.

Quelle: Bärbel Schumann

Oschatz. Die Königin der Blumen, die Rose, zeigt sich in diesen Tagen in ihrer schönsten Blütenpracht und findet dafür nicht nur Bewunderung, sondern auch immer wieder neue Liebhaber. Seit einigen Jahren sind das auch Andrea Kirsten-Rendler und ihr Mann Jürgen aus Prausitz, deren Rosenliebe ihren Anfang beim traditionellen Rosenfest der Firma Müller Garten- und Landschaftsbau und Pflanzenhandelsunternehmen nahm. Auch diesmal sind sie wieder gekommen, um sich über neue Sorten bei Geschäftsführerin Sabine Müller und deren Mitarbeiter zu informieren. „Diesmal interessieren uns besonders die englischen Rosen“, verrät Andrea Kirsten-Rendler und greift nach einem der Pflanzcontainer mit einem Rosenstock. Der zeigt etliche seiner rosafarbenen Blüten in voller Schönheit.

Sabine Müller und Tochter Melanie schneiden die Rosentorte an

Sabine Müller und Tochter Melanie schneiden die Rosentorte an.

Quelle: Bärbel Schumann

Hunderte Besucher sind gekommen

So wie die Prausitzer sind einige hundert Besucher zum Rosenfest gekommen. „Viele davon halten uns seit Jahren, wenn nicht gar seit Gründung der Firma vor 25 Jahren die Treue. Deshalb feiern wir heute nicht nur das Rosenfest, sondern auch das 25-jährige Jubiläum der Firma Müller Garten- und Landschaftsbau Pflanzenhandelsunternehmen, auch wenn das Datum der eigentlichen Firmengründung erst im November liegt“, erklärt die Firmen-Chefin. Viele der Stammkunden haben Blumen und Geschenke mitgebracht. Sabine Müller und ihre heute 20 Mitarbeiter, mit sieben begann sie vor 25 Jahren, werten das als Anerkennung ihrer Arbeit, den Kunden eine umfassende individuelle Beratung ganz gleich ob es um die Auswahl eines Rosenstockes, die Ausstattung für ein Kräuterbeet oder um das Pflanzen von Bäumen und Sträuchern geht. Denn Kunden haben es mitunter schwer auf den 1500 Quadratmetern die richtige Pflanzenwahl zu treffen oder unter rund 80 verschiedenen Rosensorten auszuwählen.

Sabine Müller hält Rückschau

Natürlich fehlen auch diesmal beim 20. Rosenfest nicht Rosenbowle und Rosentorte. Doch die steht diesmal nicht allein im Focus der Süßmäuler unter den Besuchern, denn wie es sich zu einem Jubiläumsgeburtstag gehört, steht zum Anschnitt eine zweistöckige Geburtstagstorte bereit. Zuvor hält Sabine Müller noch einmal Rückschau auf das Erlebte, auf Tiefs wie Hochs. Rund 50 junge Leute erhielten in den 25 Jahren in dem Oschatzer Fachbetrieb eine Ausbildung. Viele davon wurden anschließend übernommen. Sabine Müller denkt aber auch an die Oschatzer Landesgartenschau 2006 und die zwei Kleinen Gartenschauen, für die das Unternehmen bis heute sichtbare Spuren in der Gartenstadt am Collm hinterlassen hat. Damit das auch so bleibt, sind Müllers Mitglied im Oschatzer Förderverein Landesgartenschau. Mit Freude und Stolz denkt die Chefin a

Familienbild mit Rose

Familienbild mit Rose: Wolfgang Müller, Tochter Kristin, Enkel Magnus (7), Sabine Müller und die neue Geschäftsinhaberin Melanie Müller.

Quelle: Bärbel Schumann

n die Ehrung als Unternehmen des Jahres 2005 zurück.

Übergabe an Tochter

Dank zollt Sabine Müller ihren Mitarbeitern, der Familie, mit denen gemeinsam Höhen wie auch Tiefen gemeistert wurden. Und dann macht die 63-Jährige öffentlich, nach 25 Jahren an der Firmenspitze sozusagen die Schlüsselgewalt in jüngere Hände für das Unternehmen zu legen. Symbolisch überreicht sie an Tochter Melanie Müller historische Schlüssel. Einige Abschieds- wie auch Freudentränen kullern auf beiden Seiten. Doch die Senior-Chefin weiß, dass bei der 41-jährigen studierten Landschaftsarchitektin alles in guten Händen liegt. Seit 15 Jahren arbeitet sie im Unternehmen mit, hat an Projekten wie derzeit in Berlin auf der Bundesgartenschau oder bei den Vorbereitungen für die Landesgartenschau in Frankenberg mitgewirkt.

Von Bärbel Schumann

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Oschatz
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