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Oschatz Bei Unwetter Notrufe nur in echten Notfällen
Region Oschatz Bei Unwetter Notrufe nur in echten Notfällen
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17:06 14.01.2014

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Von Frank Hörügel

"In der Spitzenzeit sollten wir innerhalb von 30 Minuten zu 40 verschiedenen Einsatzorten ausrücken", erinnert sich Wehrleiter Lars Natzke an die Tage im Juni, als das Wetter verrückt spielte. Die Regenmassen überspülten zum Beispiel die Ernst-Thälmann-Straße in Lonnewitz, drückten die Gullideckel in der Friedensstraße raus, überfluteten dutzende Keller - und das alles zur gleichen Zeit.

Die Oschatzer Wehr zählt aktuell 37 Einsatzkräfte, von denen je nach Tageszeit und Wochentag bis zu 25 ausrücken können. Eine große und drei kleinere Pumpen stehen im neuen Gerätehaus Am Langen Rain für solche Fälle bereit. "Mehr als vier Einsätze sind parallel nicht möglich. Wir müssen deshalb Prioritäten setzen", sagte Natzke gestern während einer Pressekonferenz zu diesem Thema. Deshalb sei es nicht möglich, jeden Keller sofort leer zu pumpen. Die Betroffenen müssten auch mal zwei Stunden warten, bis die Helfer eintreffen.

"Nicht in jedem Fall ist ein Notruf gerechtfertigt", unterstrich Stadtwehrleiter Karsten Saack die Problematik. Die Einsatzkräfte müssten sich auf solche Brennpunkte wie das Trafohäuschen am Norma-Markt konzentrieren, wo bereits das Wasser hinein gelaufen sei. Saack appelliert deshalb an die Oschatzer, Notrufe nur dann abzusetzen, wenn tatsächlich Not herrsche. Und er hofft darauf, dass sich Hauseigentümer besser als bisher selbst vor dem Überfluten ihrer Keller schützen. "Die einfachste Variante ist eine Sickergrube mit Pumpe im Keller", weiß Saack. Die Technik gibt es relativ preiswert im Baumarkt zu kaufen. Auch die Installation von Rückstauklappen in den Kellerräumen sei unbedingt zu empfehlen. Man könne natürlich auch den Keller wie eine Wanne bauen oder alle Öffnungen verschließbar gestalten. "Das ist aber eine Geldfrage", nannte Saack den Haken an diesen aufwendigen Schutzmaßnahmen.

Neu ist, dass die Oschatzer Kameraden jetzt eine Zusammenarbeit mit dem Abwasserverband Untere Döllnitz vereinbart haben. Zwei Fahrzeuge mit Pumpentechnik will der Verband bereit stellen, wenn es das nächste Mal wie aus Gießkannen schüttet. "Wir hoffen, dass wir dadurch etwas mehr Schlagkraft bekommen", sagte der Stadtwehrleiter. © Kommentar

Frank Hörügel

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