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Oschatz Bergfunker holen auf dem Liebschützberg ihre Antennen raus
Region Oschatz Bergfunker holen auf dem Liebschützberg ihre Antennen raus
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00:36 19.04.2018
Amateurfunker Günther Sperling. Quelle: Foto: Bärbel Schumann
Liebschütz

Für Horst Hanke ist es selbstverständlich, die Tür der Mühle auf dem Liebschützberg für Besucher ab und an aufzuschließen. Neugierigen erzählt er dann gern alles zur Geschichte und die Arbeitsweise der 1828 errichteten Mühle. Und er erzählt auch, welche Entwicklungen in Sachen Mühle und Liebschützberg er begrüßt, über was er sich ärgert und warum er dem 190-jährigen Wahrzeichen der Gemeinde seit 25 Jahren ehrenamtlich noch immer die Treue hält.

Horst Hanke startet 25. Mühensaison

Am vergangenen Wochenende startete der Heimatfreund in die diesjährige Mühlensaison. Für ihn die 25. – Blumen oder eine andere Anerkennung für seinen ehrenamtlichen Einsatz erhielt er noch nicht. „Sonst starten wir meist schon zu Ostern, aber diesmal machte sich der Winter ja nicht so schnell aus dem Staub. Deshalb holen wir das heute nach“, erklärt der Mühlenfreund und -experte.

Auch diesmal begeisterte er wieder die Besucher mit seinem Wissen, seinen Geschichten zur Mühle und wusste auf jede Frage eine Antwort. Zu den rund 30 Besuchern gehörte an diesem sonnigen Tag Familie Gründel aus Bucha. Vor allem die beiden Enkelkinder stellten Hanke viele Fragen, während die Erwachsenen interessiert die historischen Bilder betrachteten und dann den weiten Blick aus einem der Fenster in Richtung ihres Heimatortes genossen. Als die Familie sich wieder auf den Heimweg aufmachte, zog der Mühlenführer eine erste Bilanz: Nur rund 30 Besucher stiegen diesmal die hölzernen Stufen der Mühle empor, um dem 68-Jährigen zu lauschen. Zufrieden war Hanke damit nicht ganz, denn an den Tagen, an denen er die Tür der Mühle öffnet, schauten sonst mehr Neugierige vorbei. Ob die Straßensperrung der angrenzenden Straße ein Grund dafür war, lässt sich nur mutmaßen.

Amateurfunker zieht es auf den Berg

Der landschaftsprägende Liebschützer Berg, der 197 Meter über Normal Null liegt, hatte jedoch noch andere Besucher an diesem Frühlingstag. Neben Familien, die zum Picknick und Spielen mit ihren Kindern zu Fuß, per Rad oder Auto kamen und verweilten, führte auch der Weg von Amateurfunkern auf den Berg. Im Rahmen des Sächsischen Bergfunkwettbewerbes waren sie unterwegs. Ziel bei dem Wettbewerb ist, von einem der in einer Liste vorhandenen Berge über festgelegte Funkfrequenzen so viel wie mögliche Funker auf den anderen Bergen zu erreichen. Der Dresdner Günther Sperling vom Amateurfunkortsverband Freital hatte sich bei dem Wettbewerb für den Liebschützberg entschieden. „Von hier hat man eine sehr weite freie Sicht kein Hügel ist im Weg. Das ermöglicht uns in Richtung Dresden, Sächsische Schweiz, Osterzgebirge, Lausitz viele andere Funkamateure auf Bergen zu erreichen“, so Sperling. Mehr als 20 verschiedene Stationen konnte er an diesem Tag vom Liebschützberg per Funk erreichen. Das brachte ihm eine Menge Punkte in der Wertung des über das Jahr hinweg gehenden Wettbewerbes ein. Übrigens, wenn noch andere Funker auf dem Berg sind, dann werden Verbindungen zu denen nicht mitgewertet.

Der Dresdner nahm an diesem Tag zudem an einem weiteren Wettbewerb teil. Dabei nutzte er jedoch andere UKW-Frequenzen. Mancher der Ausflügler suchte mit dem Dresdner das Gespräch, um mehr über dessen Hobby zu erfahren. Die aufgebauten mobilen Antennen und das zu hörende Stimmengewirr aus dem Lautsprecher des Funkgerätes machten neugierig.

Von Bärbel Schumann

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