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Oschatz Berufsfeuerwehrtag für Wermsdorfer Kinder und Jugendliche
Region Oschatz Berufsfeuerwehrtag für Wermsdorfer Kinder und Jugendliche
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16:10 25.10.2016
Die Mitglieder der Wermsdorfer Feuerwehrjugend probten im Seniorenheim den Ernstfall und mussten dafür eine Schlange einfangen – eine aus Plüsch. Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Wermsdorf

Wenn ein Haustier ausbüxt, sorgt das für Aufregung. Mehr noch, wenn es sich bei dem Haustier um eine Schlange handelt und die in einem Seniorenheim auf Streifzug geht, wo es Treppenhäuser und viele Zimmer auf mehreren Etagen gibt. Da ist es gut, wenn es sich bei dem Exoten lediglich um ein übergroßes Plüschtier handelt, das dann auch noch zielgerichtet von den Mädchen und Jungen der Wermsdorfer Jugendwehr „eingefangen“ wird.

Die Übung war Bestandteil des Berufsfeuerwehrtages am Wochenende. Dabei hatten die zwölf Teilnehmer von 7 bis 16 Jahren Gelegenheit, 24 Stunden lang einen Einblick in die Arbeit der Feuerwehr zu bekommen – inklusive Übernachtung im Gerätehaus. „Wir haben das schon mehrfach angeboten, und die Kinder sind immer sehr eifrig und begeistert bei der Sache“, erklärt Jugendwart Ingo Kirsten von der Freiwilligen Feuerwehr Wermsdorf. Für den simulierten Einsatz im Wohn- und Pflegezentrum „Hubertushof“ mussten die Kinder bereits den Notruf entgegennehmen, Informationen zum Geschehen sammeln und dann auch die Suche selbst koordinieren. Und wo sie schon einmal da waren, lud Heimchefin Jana Berentzik die Helfer gleich noch zum Abendessen ein. „Wir haben dann dort auch eine Präventionsveranstaltung für die Senioren zum Umgang mit Feuer durchgeführt – immerhin geht es auf Weihnachten zu“, sagte Ingo Kirsten.

Zurück im Wermsdorfer Gerätehaus sei gerade einmal Zeit gewesen, die Betten für die Nacht zu richten, als die Nachwuchskameraden schon zum nächsten Einsatz – einem Feuer im Wald – gerufen wurden. Und so wie ein Tag endete, ging der nächste los: Mit der Bergung eines Metallfasses aus dem Bach. „Wir hatten wirklich ein volles Programm“, unterstreicht Ingo Kirsten und verweist auf einen Schwimmhallenbesuch in Grimma, bei dem gleich noch Rettungsübungen durchgeführt wurden, einen simulierten Verkehrsunfall mit Personenrettung und die Aufgabe, aus einer verqualmten Lagerhalle Güter zu bergen. Echte Gefahr habe aber zu keiner Zeit bestanden, versichert der Jugendwart. „Wir stellen alles so dar, dass den Kindern nichts passiert. Es gab also auch keinen echten Rauch, sondern wir hatten die Nebelmaschine im Einsatz.“

Beim Berufsfeuerwehrtag gehe es darum, Aufgaben und Abläufe der Helfer zu vermitteln – und das möglichst realistisch. „Die Kinder sind angehalten, sich selbst zu organisieren. Sie müssen aufeinander hören und sich absprechen“, beschreibt Kirsten. Die Motivation sei groß, das zeige auch die regelmäßige Teilnahme an den 14-tägigen Diensten und der Wunsch, sich auch bei Wettkämpfen zu präsentieren. Damit erfolgreiche Jugendarbeit stattfinden kann, sei auch der Einsatz von erwachsenen Helfern gefragt. Neben Kirsten waren drei weitere Kameraden rund um die Uhr im Einsatz, die Übungen sicherten bei Bedarf zusätzliche Feuerwehrleute ab.

Von Jana Brechlin

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