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Berufsmesse „Chance“ in Oschatz mit über 70 Ausstellern

Ausbildung Berufsmesse „Chance“ in Oschatz mit über 70 Ausstellern

Trotz des Regenwetters freuten sich die Organisatoren der 21. Ausbildungsmesse „Chance“ in Oschatz am Sonnabend über einen regen Zuspruch. Zu Hunderten kamen interessierte Schüler, teils mit ihren Familien, und informierten sich über die Angebot von mehr als 70 Firmen und Institutionen. Das Spektrum war breit gefächert,

Bauunternehmer David Pfennig (Mitte) informiert über Ausbildungsmöglichkeiten in seinem Betrieb.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. Unter dem kurzen und griffigen Titel „Chance“ führte die Agentur für Arbeit am Sonnabend zum 21. Mal Bewerber und Ausbildungsbetriebe zusammen. Die Messe mit jeder Menge Tipps zur Berufswahl vereinte rund 70 Unternehmen und Institutionen zum Austausch. Denn, das verrät der passend gewählte Name der Veranstaltung, eine solche Messe ist Chance für Schüler und Arbeitgeber in gleichem Maße.

Zielgerichtet konnten sich Jugendliche und Familien in der Agentur informieren, denn wie im vergangenen Jahr bereits erstmals erprobt, boten die Berufsberater der Agentur in den Schulen im Vorfeld der Messe ein spezielles Stärkequiz an. „Welche Stärken zu welchen Berufsgruppen passen, ist im Ergebnis mit einem Farbsymbol hinterlegt. Diese finden sich sowohl im Flyer als auch auf der Messe an den einzelnen Ständen als Wegweiser“, sagte Agenturchefin Cordula Hartrampf-Hirschberg.

Diese Quizfragen beantwortete vor Ort Denny Birndt mit Tochter Lara. Die 13-jährige verlässt in zwei Jahren die Realschule und weiß noch nicht so recht, welchen Beruf sie ergreifen soll. „Ich würde gerne etwas Kreatives machen, das passt zu mir. Aber nichts mit Computern und auch nichts, bei dem man gut Englisch sprechen muss. Das liegt mir nämlich nicht“, sagte sie. Immerhin weiß die junge Naundorferin, was sie nicht möchte – auch das ist für die Berufsberater der Agentur für Arbeit ein Ansatz. Nach Auswertung des Tests empfahl sich ein Abstecher zum Friseur, dem Bäcker- und Konditor-Handwerk oder der Werbeagentur – Branchen, die Kreativität erfordern und bei der Messe vertreten waren.

Abgerundet wurde das Angebot der 21. Ausbildungsmesse mit einer Bewerbermeile samt Expertentipps für das richtige Outfit zum Bewerbungsgespräch, kostenfreies Bewerbungsfoto inklusive. Immer wieder nachgefragt und vor Ort verdeutlicht wurden außerdem die Dinge, die man im Bewerbungsgespräch beachten sollte und jene, die man lassen sollte.

Dachdeckermeister Sebastian Hennig betreute den Stand der Dachdeckerei Korn aus Oschatz. Mit einem Kranwagen und sämtlichem Handwerkszeug der Dachdecker und Dachklempner versuchte er, Interessierten einen ersten Eindruck vom Beruf zu vermitteln. „Wir sind bestrebt, pro Jahr ein bis zwei Auszubildende zu bekommen. Die Messe ist dafür der wichtigste, weil erste Schritt. Hier entstehen persönliche Kontakte, werden Praktika vermittelt und bekommt man einen Eindruck von den Schülern“, sagte er. Die Aussichten, nach der erfolgreichen Ausbildung bei Korn übernommen zu werden, sind gut. „Wir suchen Kräfte, die gewillt sind, Verantwortung zu übernehmen, sich bei der Organisation einzubringen und selbstständig die Leitung einer Baustelle zu managen“, verdeutlichte er. Teamfähigkeit und technisches Verständnis seien weitere wichtige Voraussetzungen – neben den schulischen Leistungen.

Der verregnete Vormittag in der Region sorgte dafür, dass etliche Firmen vom Außengelände nach innen umzogen. Es ging im Erdgeschoss zu Stoßzeiten dementsprechend eng zu. „Bei strahlendem Sonnenschein hätten wir womöglich weniger Zulauf gehabt“, mutmaßte Volkmar Beier. Der Pressesprecher der Agentur für Arbeit in Oschatz sammelte mit seinen Kollegen die Feedback-Bögen ein, die Besuchern wie Ausstellern zu Beginn ausgereicht wurden. „Wir sind kontinuierlich gewachsen, wollen aber bei der Qualität keine Abstriche machen. Deshalb ist es wichtig, sich bei denen rückzuversichern, die profitieren sollen.“

Von Christian Kunze

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