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Oschatz Berufsmesse für mehr Durchblick
Region Oschatz Berufsmesse für mehr Durchblick
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15:37 26.09.2011
Volker Döring von der Metallbau GmbH Oschatz stellt den Mittelschülern die Ausbildungsmöglichkeiten in seinem Unternehmen vor. Insgesamt waren 14 Firmen bei der Berufsmesse in Wermsdorf vertreten. Quelle: Dirk Hunger

Wie lange dauert die Ausbildung? Wo ist die Berufsschule? Wie viele Bewerber gibt es auf eine Lehrstelle? Solche Fragen konnten Wermsdorfer Mittelschüler gestern zur Berufsmesse klären. Und die fand nicht irgendwo außerhalb statt, sondern in ihren Klassenzimmern. Und das schon zum dritten Mal.

"Wir wissen, dass viele solcher Messen angeboten werden. Es gibt aber Eltern, die nicht in der Lage sind, ihre Kinder abends oder am Wochenende irgendwohin zu fahren", begründete Schulleiterin Ilona Dathe, warum ein solches Angebot in der Einrichtung geschaffen wurde. Außerdem will man es so den eigenen Schülern etwas leichter machen. "Jetzt kriegen sie die Messe noch hierher gebracht, später im Leben wird das dann nicht mehr so sein", weiß der verantwortlich Lehrer André Wagner.

Insgesamt 14 Unternehmen beteiligten sich an der Präsentation in der Mittelschule. Die Schüler der 7. bis 10. Klassen informierten sich in kleinen Gruppen bei den einzelnen Firmen über ihre Ausbildungsangebote. "Für die 7. Klassen ist das nur ein Reinschnuppern, die 8. informieren sich schon gezielter, und für die 9. und 10. Klassen ist die Wahl der Lehrstelle schon ein ganz drängendes Thema", sagte André Wagner.

Volker Döring würde sich über Bewerbungen aus der Mittelschule Wermsdorf freuen. "Bei uns melden sich Bewerber aus Brandenburg oder dem Harz, aus der Region gibt es bislang kaum Interessenten", räumte der Chef der Metallbau GmbH Oschatz ein. In dreieinhalb Jahren können Absolventen in seiner Firma Zerspanungsmechaniker lernen. "Im Moment habe ich 25 Mitarbeiter. Wir wollen aber expandieren. Dafür brauche ich in den nächsten Jahren zehn neue Leute. Wer also bei uns lernt, hat gute Chancen, nach der Ausbildung auch übernommen zu werden", machte er deutlich.

Eher in den medizinischen Bereich will sich Melanie Neumann orientieren. Die 15-Jährige hat bereits Praktika im Pflegeheim und einer Zahnarztpraxis hinter sich und will sich um eine Lehrstelle zur Krankenschwester bewerben. Neben der Berufsmesse informierte sie sich auch bei der Agentur für Arbeit über mögliche Berufsaussichten. "Und ich rede mit meinen Eltern darüber. Ihr Rat ist mir wichtig, schließlich haben sie schon lange Berufserfahrung gesammelt", sagte die Schülerin der 10. Klasse.

Jana Brechlin

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