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Oschatz Bescherung für Exoten: Schmannewitzer Kamele sind Feiertags-Feinschmecker
Region Oschatz Bescherung für Exoten: Schmannewitzer Kamele sind Feiertags-Feinschmecker
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11:48 13.12.2016
Wenn das Schmannewitzer Kamel sprechen könnte: „Falls ich Weihnachten nichts zu knabbern bekomme, ist das Ohr von Thomas Engert fällig.“ Quelle: kristin engel
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Oschatz/Schmannewitz/Wermsdorf

Viele Köstlichkeiten wird es zum Weihnachtsfest geben. Vielleicht ist es die leckere Weihnachtsgans mit Klößen und Rotkraut oder aber Wildbraten mit Kartoffeln und Rosenkohl. Doch was ist mit den treuen Gefährten an unserer Seite? Sicher fallen bei vielen auch ein paar Leckereien für die Tiere ab. Ist das auch bei Alpaka, Kamel, Strauß und Känguru so?

„Auch wenn uns selber das Festliche zur Weihnachtszeit viel wichtiger ist als das Essen, haben wir unseren Alpakas auch schonmal einen Extrasack Karotten geholt, diese klein gemacht und das gab es dann als Weihnachtsessen für die Tiere. In diesem Jahr werden wir das sicherlich auch so handhaben. Da freuen sich die Alpakas“, sagt Hartwig Kraft von Wedel, Chef vom Zauberland Alpakas in Remsa. Was 1999 mit 17 Alpakastuten begann, gehört nun mit circa 250 Alpakas auf 18 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche zu den Pionieren der deutschen und europäischen Alpakazucht, spezialisiert auf die Zucht von hochwertigen Huacaya und Suri Alpakas.

Feiertage und Geburtstage werden bei den Kamelen in Schmannewitz generell hervorgehoben. „Gobi frisst am liebsten Kuchen. Dann lädt er Schamo natürlich zum Geburtstagsessen ein. Eine Woche später wird dann Schamo ein Jahr älter. Er liebt „Herzhaftes“ – kräftige Äpfel oder Möhren, ganz speziell auch Ananas. Doch was beide ganz besonders lieben, sind tunesische Datteln. Und da einer der beiden die Kerne nicht mag, bestellen wir eben Datteln ohne Kerne von einem Importeur aus Frankfurt. Die beiden sind halt Feiertags-Feinschmecker“, sagt Thomas Engert mit einem Lachen. Doch wenn es schon zum Geburtstag so tolle Leckereien gibt, was bekommen die Kamele dann am Heiligabend und den Feiertagen für Köstlichkeiten?

„Es wird Stollen geben. Der ist nicht so matschig. Wir schneiden ihn in Würfel. Auch ein Weihnachtsplätzchen gibt es hin und wieder. Das darf alles natürlich nicht so viel sein“, betont er, denn ihm ist die Gesundheit der Tiere das Wichtigste. Es sei sehr interessant zu sehen, was die beiden Kamele besonders gern essen. „Sie sind dann brav wie kleine Kinder. Es ist lustig zu sehen, wie sie ganz erwartungsvoll dastehen und meine Hände fixieren“, lacht er und ergänzt scherzhaft: „Aus brandschutztechnischen Gründen müssen wir auf die Weihnachtsbeleuchtung bei den Kamelen leider verzichten.“

Während die Schmannewitzer Kamele zu den Feiertagen so richtig kulinarisch verwöhnt werden, gibt es bei den Straußen auf der Thalheimer Straußenfarm keine Weihnachtsleckerei. „Die Tiere bekommen ihr normales Essen. Das heißt, dass es im Winter die Luzerne-Pellets als Hauptmahlzeit gibt. Als Leckerchen werden im Sommer wie im Winter die normalen Pellets gereicht. Im Frühling, Sommer und Herbst geht es dann auf die Wiese, wo die Tiere frisches Gras fressen können“, sagt Straußenbesitzer Uwe Joite.

Auf Möhren, Äpfel und Nüsse können sich hingegen die Tiere im O-Schatz-Park freuen. „Eben auf all das, was so für die Weihnachtszeit steht und was die Tiere gerne essen“, sagt Parkleiterin Katja Bachmann. Doch was ist mit den Affen und Kängurus? Haben sie spezielle Wünsche. „Unsere Kängurus essen nicht viel. Sie sind echte Feinschmecker, daher bestellen wir für sie immer die Pellets, die aus England eingeflogen werden. Noch mehr Gutes können wir ihnen daher auch nicht an Weihnachten tun. Aber die Affen werden mit einer Extraportion frischen Obstes überrascht. Das essen sie wirklich am liebsten und wir machen ihnen damit eine kleine Freude zum Weihnachtsfest.“

Von Kristin Engel

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