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Oschatz Bestattungen ohne Angehörige sind in Oschatz die Ausnahme
Region Oschatz Bestattungen ohne Angehörige sind in Oschatz die Ausnahme
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16:27 25.10.2018
Nur wenige Bestattungen in Oschatz werden nicht von Angehörigen übernommen. Foto: Andre Kempner Quelle: Kempner
Oschatz

Immer mehr alte Menschen sterben, ohne im Vorhinein für ihre Bestattung gesorgt zu haben und gleichzeitig ohne Angehörige an ihrer Seite, die sich nach ihrem Ableben um eine würdevolle letzte Ruhe und Beilegung kümmern können. Eine einzige Urnenbestattung würde ungefähr 2000 Euro kosten. Und so ist zum Beispiel das Budget der Stadt Leisnig in dieser Hinsicht um 25 000 Euro überzogen, laut Andrea Graupner, der Kämmerin von Leisnig. Uwe Dietrich vom Ordnungsamt spricht von rund 30 oder 40 Fällen pro Jahr.

Kleine Gemeinden, große Nähe

Und wie sieht das in Oschatz und Umgebung aus? Da kann man von einer positiveren Tendenz sprechen. Gabriele Kläber beispielsweise von der Gemeindeverwaltung Cavertitz verneint Fälle dieser Art. Ihrer Meinung nach ist das in den kleineren Gemeinden überhaupt kein Problem. „Da muss man schon in die größeren Städte schauen“, sagt sie bestimmt.

Anja Seidel von der Stadt Oschatz ist ähnlich positiv gestimmt und sagt: „Unsere Friedhofsverwaltung bemüht sich sehr intensiv, auch auswärtige und entfernte Angehörige ausfindig zu machen.“

Friedhofsverwaltung erspart der Stadt Oschatz Extra-Kosten

Durch diese Recherche hätten sich die Extra-Ausgaben für Bestattungen in Oschatz nicht signifikant erhöht. Besieht man sich die Zahlen, fällt auf, dass Oschatz bei weitem nicht an die Zahlen in Leisnig heranreicht: Im laufenden Jahr sind bis jetzt nur zehn Verstorbene ohne bekannte oder nah wohnende Angehörige vermerkt, die sich um eine Bestattung gekümmert hätten. Im Jahr 2017 waren es 13 Fälle und im Jahr 2016 sogar nur acht – also nicht einmal ein Drittel der einsamen Verstorbenen in Leisnig.

Der Sterbeort, und nicht der letzte Wohnsitz, verpflichtet die dortige Kommunalverwaltung, sich um eine Bestattung zu kümmern, weswegen sich die Stadt intensiv um die Suche nach Angehörigen kümmert, um nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben, wenn der Nachlass des Verstorbenen die Bestattungskosten nicht deckt.

Von Katharina Stork

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