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Oschatz Bestattungshaus und Steinmetz zeigen am Oschatzer Friedhof Präsenz
Region Oschatz Bestattungshaus und Steinmetz zeigen am Oschatzer Friedhof Präsenz
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00:23 06.07.2018
Steinmetz Sebastian Baumgarten (links) und Bestatter Reiner Romanowski gehen in Sichtweite des Oschatzer Friedhofs auf individuelle Wünsche ein. Quelle: Manuel Niemann
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Oschatz

Am Oschatzer Friedhof gibt es ein weiteres Bestattungsunternehmen: Wo früher Blumen in Friedhofsnähe zu erwerben waren, sind seit Montag das Bestattungshaus Täublein und Grabmale Baumgarten direkt an der Bundesstraße 6 zu finden.

Sichtbar für die Kunden sein

„Für einen Bestatter ist wichtig, am Friedhof zu sein“, sagt Reiner Romanowski. Hier bekomme er mehr Laufkundschaft als am Standort seines Bestattungshauses, das er im vergangenen Jahr in Ortsteil Zschöllau eröffnete. „Das spielt in Oschatz eine Rolle.“

Die neue Adresse – helle Räume mit vielen Fenstern – soll als Präsentationsfläche für die Angebote der beiden Unternehmer dienen. Dabei eint sie das Credo, dass ein individuell geführtes Leben einen ebensolchen Abschied verlange.

Gemeinsame Zweigstelle in Oschatz

Ähnlich bei beiden auch, dass sie bisher an einem eher abgelegenen Standort tätig waren: Romanowski siedelte sich in leer stehenden Räumen auf der Mühlberger Straße 15 in Zschöllau an. Nach seiner Umschulung zum fachgeprüften Bestatter sollte es für den ehemaligen Logistiker ein sinnvoller und entschleunigter Neuanfang sein. Daher trage die Firma auch das Taubenlogo und nicht seinen Namen.

Sebastian Baumgarten hingegen arbeite mit seiner Frau Ivana Rapan bisher am Rand von Dahlen in der Bahnhofstraße 115 a. Die bleibt auch weiterhin die Werkstatt, in der sich für Kunden Zeit genommen wird.

Wunsch nach Individualität reicht bis zum Lebensende

„Früher gingen die Angehörigen mit einem Zettel mit den Daten zum Steinmetz“, sagt er. Heute werden die Steine mitunter zunächst als 3D-Modell am Computer vorgefertigt.

Mit seinen Kindern wächst mittlerweile die fünfte Steinmetzgeneration heran. Deren Geschäft habe sich gewandelt: Seine Frau, die Bild- und Schrifthauerin ist, gehe auf individuelle Wünsche ein.

Diesen Trend beobachtet auch der Bestatter Romanowski. Auch er trägt ihm Rechnung: Neben klassischen Sargmodellen finden sich auch individuell gestaltete – die etwa japanische Motive zieren.

Oft fehlt es für Grabpflege an Zeit oder Geld

Eine andere gesellschaftliche Entwicklung sei, dass Kunden auf das Geld achten müssten. „Wir versuchen daher, auch preisgerechte Angebote zu haben – sei es ein schlicht gestalteter Fichtensarg, etwas Klassisches mit Kirschfurnier oder auch aus dem kreativen Bereich.“

Sehr selten dienen diese dann einer Erdbestattung: Mit sechs Trägern allein, um einen Sarg zu tragen, schlage die mehr zu Buche. Was für viele eine Feuerbestattung attraktiver mache.

Ebenfalls gefragt sind auch zunehmender die teilanonymen Gräber auf dem Oschatzer Friedhof, doch hier sind es nicht nur die günstigeren Kosten, die locken: „Viele junge Leute pendeln und können kein Grab mehr bestellen“, so Romanowski.

Gefragter Standort am Friedhof

Das Bestattungshaus Täublein ist das dritte in Friedhofsnähe – neben der Trauerhilfe Wünsche in der Riesaer Straße und dem Bestattungshaus Nöbel an der Dresdener Straße.

Von Manuel Niemann

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