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Oschatz Besuch aus Bayern bei Hofer Zollstockbörse
Region Oschatz Besuch aus Bayern bei Hofer Zollstockbörse
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00:21 15.09.2017
Debüt in Hof: Bernd Zaglauer und seine Zollstock-Sammlung. Quelle: Foto: Christian Kunze
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Hof

Ein Bayer in Sachsen: Rund 400 Kilometer ist Bernd Zaglauer gefahren, um Zollstöcke zu kaufen und zu tauschen. Der Sammler aus dem 600-Seelen-Ort Untermitterdorf im niederbayrischen Landkreis Regen war am Wochenende das erste Mal in Hof zu Besuch – dort wo der Lokalmatador, Sammler Volkmar Thürmer, jährlich zu einer eigenen kleinen Börse einlädt. „Ich habe Volki auf einer anderen Börse kennengelernt, da hat er mich hierher eingeladen, und heute bin ich das erste Mal da“, sagte der 41-Jährige, der bereits am Vortag angereist war und wie viele andere Sammler auch, in Ostrau übernachtete. „Wenn man diesen Weg schon einmal auf sich nimmt, muss es sich ja auch lohnen“, meinte er.

Rund 3000 Zollstöcke gesammelt

Als gelernter Schreiner hat Zaglauer viel mit Holz und dem Vermessen dieses Werkstoffes zu tun – da ist das mit der Affinität zum Zollstock schnell erklärt. Unter den rund 3000 Exemplaren, die er zu Hause hat, finden sich ausschließlich solche aus Naturholz. Die relativ geringe Anzahl im Vergleich zu anderen Sammlern erklärt er damit, dass er nicht auf Masse, sondern mit Blick auf Serien sammelt. So besitzt der Niederbayer unter anderem eine seltene Edition von Zollstöcken der Deutschen Bahn. Zur Börse am Tag des offenen Denkmals in Hof hatte er nur einen Bruchteil seines Besitzes mitgebracht. „Das große Geschäft mache ich hier sowieso nicht, viel schöner ist es doch, sich mit den anderen, die da sind, auszutauschen“, betonte er einen wichtigen Aspekt der Börsen, die er bisher besucht hat. Die Sammler aus Sachsen, die er kennen gelernt hat, seien gelassener, aber akribischer beim Horten der Messstäbe – und trinkfester beim geselligen Beisammensein, gibt er mit einem Augenzwinkern zu.

Fünfjähriger Sohn auch schon im Sammelfieber

Gerne würde er auch weiter entfernte Treffen mit Gleichgesinnten in Deutschland – beispielsweise an der Küste von Nord- und Ostsee – wahrnehmen. Aber bei über 600 Kilometern Fahrt stünden Aufwand und Ergebnis dann doch in keinem Verhältnis mehr. Im Gepäck auf der Heimreise hat Zaglauer auf jeden Fall den limitierten Sonderzollstock, den es anlässlich jeder Neuauflage in Hof gibt. Stolz wird er ihn seinem jüngsten Sohn zeigen. Der Fünfjährige ist, ganz im Gegensatz zu seinem älteren Bruder, Feuer und Flamme für das Hobby seines Vaters. „Er hat sogar schon eine eigene kleine Sammlung“, berichtet der Vater. Es ist also keine Frage, wer den Bestand an Zollstöcken einmal erben wird.

Von Christian Kunze

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