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Besucherbeirat äußert sich zu Zukunftsplänen für Oschatzer Platsch

Freizeit- und Erlebnisbad Besucherbeirat äußert sich zu Zukunftsplänen für Oschatzer Platsch

Kegelbahn, Fitnesscenter, Kinderplanschbecken: Die Ansichten zur Zukunft des Oschatzer Platschbades gehen auseinander. Zudem gibt es viele Gerüchte. Im Besucherbeirat werden Vorschläge diskutiert – auch hier ist man nicht immer einer Meinung.

Nach dem Wunsch vieler Oschatzer soll das Nichtschwimmerbecken erhalten werden.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. Wie soll das Platschbad aussehen, das sich die Stadt leisten kann? Dazu gibt es konkrete Aussagen, dennoch brodelt die Gerüchteküche. OAZ nimmt Spekulationen zum Anlass, um mit Vertretern des 2014 gegründeten Besucherbeirats zu sprechen. Das Gremium hat beratenden Funktion, bewertet die Vorschläge der Entscheider aus Sicht der Badnutzer.

Thomas Grundmann aus Mannschatz ist Mitglied des Rats. Er moniert, dass die Zuarbeiten des Gremiums keinen Einfluss auf die Entscheidung hätten und spricht von „Alibi-Veranstaltungen“. Deshalb habe er im sozialen Netzwerk Facebook eine Umfrage gestartet, ob es ein zweites Oschatzer Gespräch zum Bad geben soll, mit dem Ziel, die Öffentlichkeit stärker zu beteiligen. „Die Resonanz ist enorm, fast alle sind dafür.“ Grundmann übt Kritik am Aufsichtsrat, dem Betreiber und der Stadtverwaltung, werde aber nicht ernst genommen.

Dass Vorschläge des Rats abgewiegelt werden, kann Gottfried Kluge nicht bestätigen. „Wir arbeiten mit den Verantwortlichen dafür, dass das Bad erhalten bleibt“, so der Calbitzer. Der Senior hat konkrete Vorstellungen zum „verschlankten“ Innenbereich des Bades eingebracht. Ausgehend davon, dass der Badkomplex mit einer Trennwand geteilt wird (eine Seite Schwimmhalle, eine Seite Kegelbahn), könne man vieles erhalten – nur kleiner als bisher. „Das große Becken behält vier Bahnen, jeweils zwei Meter breit, 25 Meter lang. In einem separaten Bereich entsteht ein rund 80 Quadratmeter großes Planschbecken mit Rutsche für die jüngsten Besucher.“ Auf jene könne man nicht verzichten, um sie als künftige Stammgäste zu gewinnen. In einem dritten, rund 25 Quadratmeter großen Becken, kommen die bisherigen Massagedüsen des Strömungskanals zum Einsatz. „Sie müssen nur umfunktioniert werden.“ Schließlich votiert der Rentner dafür, die Sprudelliegen im Rondell unter der Treppe als Solebad zu erhalten – als Ersatz für das bisherige Solebecken. Abstriche seien in der Gastronomie nötig. „Küche und Restaurant waren, sind und bleiben unrentabel. Mein Vorschlag: Man sollte es zurückbauen und auf der großen freien Fläche ein Fitnessstudio errichten und einen privaten Betreiber finden. Konkurrenz belebt das Geschäft“, so Kluge.

Für den Erhalt des Bades ist auch Regina Windisch aus Fliegerhorst. Dazu gehöre aus ihrer Sicht allerdings auch Gastronomie, denn „man kann nicht davon ausgehen, das jeder sein Essen selbst mitbringt“. Kritisch betrachtet sie die geplante Reduzierung der Öffnungszeiten. „Das wirkt sich negativ auf die Besucherzahlen aus. Hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen“, hofft sie mit Blick auf den Stadtrat im März. Ob sich ein Fitnesszentrum etabliert, vermag sie nicht zu beurteilen. „Natürlich wäre ein Sport- und Erholungszentrum wünschenswert und angebracht. Aber den Familienspaß können wir nicht ganz ausklammern“. Die Errichtung einer Kegelbahn für Vereins- und Freizeitsport begrüßt sie grundsätzlich. „Wenn ich es richtig verstanden habe, soll die Anlage sowohl für Wettkampfbetrieb als auch privat genutzt werden. Das setzt meiner Ansicht nach einen hohen Instandhaltungsstandard voraus“.

Von Christian Kunze

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