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Oschatz Betriebsabwicklung und Bauten
Region Oschatz Betriebsabwicklung und Bauten
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16:49 17.02.2014

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Dem werbenden Gastwirt war es zu verdanken, dass die Station bis in die 70er Jahre des 19. Jahrhunderts Warteräume benutzen konnte. Zwei Räume im Erdgeschoss rechts dienten als Wartesäle für die erste, zweite sowie für die dritte und vierte Klasse. Die ersten Billets (Fahrkarten) wurden ebenfalls in der Bahnhofsgaststätte verkauft. Westlich der Bahnhofsgaststätte befand sich die erste Poststelle von Dahlen. Vom Bahnhof Dahlen aus fuhren die Postkutschen mit Reisenden und Post bis Torgau und über Wermsdorf bis Grimma.

Ringleb schreibt zum an der Einmündung der Ladestraße in die Bahnhofstraße jetzt aufgestellten Stationsstein: "Es handelt sich um einen königlich-sächsische Stationsstein von 1860. Die kleine sächsische Meile wurde 1840 als neues Längenmaß eingeführt. Eine Meile betrug 7,5 Kilometer. Der Bahnhof Luppa-Dahlen fungierte als zentraler Punkt. Hier trafen sich die vom Bahnhof Oschatz und Wurzen ankommenden mit den von hier abgehenden Postkutschen nach Torgau und Wermsdorf. Als Vermessungspunkt galt die nordwestliche Ecke des Stationsgebäudes auf dem Bahnhof. Ab 1839 fuhren keine Personenposten mehr zwischen Oschatz und Wurzen, denn man hatte ja die Eisenbahn."

Südöstlich der Bahnhofsgaststätte wurde das Inspektorhaus gebaut, welches 1887 als Stationsgebäude ausgebaut wurde. Danach befanden sich im Erdgeschoss die Diensträume und ein Wartesaal. In einem großen Raum arbeiteten gleichzeitig Fahrkartenverkäufer, Gepäckabfertiger, Bahnhofschef und weitere Beschäftigte. Im Obergeschoss befanden sich die Wohnräume des Bahnhofschefs. Außerdem wurden zunächst ein Schuppen zum Unterstellen einer Lokomotive und mehrerer Waggons sowie eine Gelegenheit zur Unterbringung eventuellen Frachtgutes errichtet.

Östlich des Stationsgebäudes errichtete man einen Abort und 1840 daneben eine Drehscheibe (heute Teil des Parkplatzes). Die Gebäude des Wirtschaftshofes enthielten neben den Wirtschaftsräumen des Bahnhofs (Kohleschuppen, Öllager) Ställe für die Postkutschenpferde beziehungsweise für die Kutsche des sächsischen Königs, der nach Wermsdorf zur Jagd fuhr. Hier fanden sich auch Schuppen für die Postkutschen und Unterkunftsräume für die Kutscher. Fortsetzung folgt

Arndt Schuster

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