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Bezahlung nicht entscheidend

Bezahlung nicht entscheidend

Laut Medienberichten soll jeder zehnte Akademiker um die 9,30 Euro Stundenlohn bekommen. Die Arbeitsagentur lädt am Sonnabend zum Hochschultag nach Oschatz. Vorab redet die Agenturchefin Cordula Hartrampf-Hirschberg übers Geld.

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Cordula Hartrampf-Hirschberg

Quelle: Dirk Hunger

Frage: 9,30-Euro-Stundenlohn für Akademiker - wie bewerten Sie diese Zahl?

 

Cordula Hartrampf-Hirschberg: Gar nicht. Dafür sind die Spannbreite der Einzelfälle und der Betrachtungszeitpunkt einfach zu groß.

 

Ist die Bezahlung noch ein wichtiger Beweggrund für junge Leute, ein Studium anzustreben?

 

Nicht allein die Bezahlung. Nach unseren Erfahrungen geht es zuerst um die beruflichen Perspektiven, Aufstiegsmöglichkeiten und Selbstverwirklichung. Wer jetzt anstrebt, in einem börsennotierten Großunternehmen Fuß zu fassen, wer jetzt Teamverantwortung übernehmen, Produkte oder Prozesse verbessern möchte, der kann dies aktuell mit besseren Chancen als noch vor zehn Jahren. Das motiviert.

 

Rechnen Sie damit, dass diese Lohndebatte sich auf die Studierbereitschaft auswirkt?

 

Nein. Ich sehe die Lohndebatte losgelöst von der Studienentscheidung.

 

Würden Sie Akademikern raten, einen Job für 9,30 Euro die Stunde anzunehmen?

 

Das kann man nicht pauschal beantworten. Es gibt Akademiker, die aus unterschiedlichsten Gründen arbeitslos geworden oder längere Zeit geblieben sind. Und es gibt die unterschiedlichsten Studienrichtungen mit völlig verschiedenen Verdienstmöglichkeiten.

 

Wie viel Auswahl haben hiesige Studienabgänger bei der Jobwahl - auch mit Blick auf unterschiedliche Lohngefüge?

 

Wer studiert, weiß vorab, dass sein künftiger Job möglicherweise in einer anderen Region sein könnte. Durch diesen von vornherein größeren Einzugsbereich wird die Auswahl bereits größer. Hinzu kommt in einigen Studienfeldern und je nach Abschluss eine erhöhte Nachfrage. Besonders gefragt sind aktuell Absolventen aus den technischen Richtungen und der Medizin. Fragen: Sebastian Stöber

Sebastian Stöber

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