Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Bilder des Oschatzer Malers Arthur Moritz fürs Stadt- und Waagenmuseum
Region Oschatz Bilder des Oschatzer Malers Arthur Moritz fürs Stadt- und Waagenmuseum
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:32 02.03.2018
Museumsleiterin Dana Bach zeigt zwei der sieben Bilder aus dem Nachlass des in Oschatz geborenen und tätigen Malers Arthur Hermann Moritz. Quelle: Foto: Christian Kunze
Anzeige
Oschatz

Es kommt nicht oft vor, dass Gemälde in einer Stadtratssitzung eine Rolle spielen. Jüngst präsentierte Kämmerer Jörg Bringewald den Räten gleich sieben Stück. Allesamt stammen sie aus dem Nachlass des einst in Oschatz tätigen Malers Arthur Hermann Moritz (1893-1959). Die Bilder stammen aus dem Erbe der Moritz-Nichte Margaritta Bauer.

Platz finden die Kunstwerke im Stadt- und Waagenmuseum. Dort befinden sich bereits 143 Werke dieses Künstlers. Die Aquarelle, Ölbilder, Kohle-, Tusche- und Bleistiftzeichnungen schenkte Moritz-Ehefrau Elisabeth dem Museum im Jahr 1998. Auf sie geht außerdem die Idee zurück, eine Straße in der Stadt nach Arthur Moritz zu benennen. Das geschah allerdings schon im April des Jahres 1993.

Moritz war hervorragender Rehmaler

Wenn nach einem Menschen eine Straße benannt wird, dann muss selbiger eine starke Verbindung zur Stadt aufweisen. Arthur Hermann Moritz, Sohn eines Schlossermeisters, verdankt die Ursprünge seines Schaffens seiner Heimatstadt Oschatz. Dies schreibt er selbst nieder. „Die ersten Anregungen zur künstlerischen Betätigung erhielt ich in meiner Vaterstadt Oschatz. Die heimischen Winkel, Wehrtürme und das Leben auf dem Markt und auf den Straßen gaben Anreiz zur Darstellung. (...) Kleine reizvolle Gruppen sich unterhaltender Leute, Idylle um den alten Brunnen, der grau und düster dastand mit verbrochenen Ecken und Kanten, als wenn er hätte erzählen wollen von altverklungenen Tagen mittelalterlichen Lebens“, wird er zitiert. In der Tat zählt eine Ansicht des alten Brunnens auf den Neumarkt zu den sieben hinzugekommenen Werken.

Sein Schaffen war vielseitig: Neben den Winkeln und Plätzen seiner Geburtsstadt hielt er außerdem die Landschaft und dörfliche Idylle der Oschatzer Umgebung fest, hinzu kommen Tiermalereien, bäuerliche Gehöfte, Ställe, Dorfplätze, Kirchen und eben Landschaften. Moritz gilt als hervorragender Rehmaler, zudem zeugen zahlreiche seiner Skizzen und Zeichnungen davon, dass er sich auch mit dem Menschen und seinem Wesen befasst hat.

Bilder sind 900 Euro wert

Nach dem Abschluss seines Lehrerseminars in Oschatz ging Moritz nach Obernaundorf und arbeitete als Volksschullehrer. Trotz der Liebe zum Beruf drängte ihn die Kunst, die zeichnerische Begabung mündete im Studium an der Kunstakademie Dresden. Ab 1946 war er freischaffender Maler, ließ sich in Pesterwitz bei Freital nieder, wo er im Alter von 66 Jahren starb.

Zu den sieben gestifteten Bildern gehört neben Brunnen, Bergen und Blumen auch ein Löwe – das Oschatzer Wappentier. Die Schenkungen aus dem Nachlass haben einen ungefähren Wert von 900 Euro, so Kämmerer Jörg Bringewald.

Von Christian Kunze

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Wohngruppe „Heideblick“ im Olganitzer Holzhaus ist aufgelöst. Der vor einem Jahr in Betrieb genommene Neubau steht jetzt leer und wird zur Vermietung angeboten. Der Träger will damit Veranstalter von Seminaren, Vereine oder Familien ansprechen, die einen Platz für größere Feiern suchen.

27.02.2018

Für die 50 Angestellten der Ofenkachelfabrik in Mügeln kam die Nachricht unerwartet: Die Ruka meldet innerhalb von 14 Monaten zum zweiten Mal Insolvenz an. Die Zukunft des Unternehmens und der Arbeitsplätze ist ungewiss.

02.03.2018

Der Montag treibt die Einsatzstatistik nach oben. Vier Mal mussten die Oschatzer Feuerwehr-Leute ausrücken. Als es zuletzt auch noch in Oschatz brannte, mussten sie sich Unterstützung aus Riesa und Schmorkau holen.

26.02.2018
Anzeige