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Oschatz Bilder des Oschatzer Malers Claus Kretzschmar verkaufen sich nur schleppend
Region Oschatz Bilder des Oschatzer Malers Claus Kretzschmar verkaufen sich nur schleppend
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16:39 03.08.2017
Jana Wittenbecher und Claus Kretzschmar Ende 2015. Quelle: Foto: Sven Bartsch (Archiv)
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Oschatz

Fast ein halbes Jahr ist seit Claus Kretzschmars Tod vergangen. Der Nachlass des Oschatzer Künstlers liegt mittlerweile in den Händen seiner Schwester Christine Grabener. Zehn Bilder konnte sie verkaufen. „Vor allem Schüler und Bekannte aus dem Oschatzer Mal- und Zeichenzirkel haben sich bei mir gemeldet. Sie wollten sich eine Erinnerung an meinen Bruder erhalten und wir haben uns geeinigt“, sagt die 74-Jährige. Fünf weitere Bilder der Geharnischten hat die Rentnerin dem Stadt- und Kulturgeschichtlichen Museum in Torgau geschenkt. Dort wurden sie in die Sammlung aufgenommen und sollen bei passender Gelegenheit ausgestellt werden. Ungewiss ist im Moment, was mit dem Rest passiert.

Geschäftsführerin des Torgauer Kunst- und Kulturvereins will sich nicht aufdrängen

Jana Wittenbecher, Geschäftsführerin des Torgauer Kunst- und Kulturvereins „Johann Kentmann“, war nach eigener Aussage etwas überrascht, als sie von der Schenkung an das Torgauer Museum erfuhr, während ihr Verein bisher gänzlich unbedacht geblieben ist: „Ich bin schon etwas verwundert. Claus Kretzschmar war viele Jahre lang Mitglied bei uns. Er hat den Verein zu Lebzeiten immer unterstützt und wir hatten zwischen Februar 1997 und September 2016 insgesamt über 30 Ausstellungen mit ihm.“ Aufdrängen wolle sie sich in der Nachlassfrage dennoch nicht. „Wir können nur anbieten, beratend zur Seite stehen und weiterhin Ausstellungen seiner Werke organisieren“, sagt Wittenbecher.

Als Vorwurf an Christine Grabener möchte sie das nicht verstanden wissen, auch weil der Kauf oder die Übernahme des kompletten Nachlasses für den Verein gar nicht in Frage käme: „Dafür hätten wir weder genug Raum im Magazin, noch die finanziellen Möglichkeiten.“ Dass sie bei Bedarf für einen Teil der Bilder einen geeigneten Platz finden würde, läge jedoch auf der Hand: „Jedes erhaltene und gezeigte Werke, würde uns freuen und seine wunderbare Arbeit würdigen. Vor allem seine ehemaligen Schüler fragen bei uns regelmäßig nach dem Verbleib der Bilder. Sie verehren ihn.“

Noch 80 bis 100 Werke bei Christine Grabener

So befinden sich aktuell nach Schätzung von Christine Grabener noch 80 bis 100 Werke in ihrem Besitz. „Kunst verkauft sich heutzutage einfach nicht so leicht“, resümiert sie nach den Erfahrungen aus den vergangenen Monaten. Weitere Schenkungen plane sie vorerst nicht. Wer Interesse an den Bildern hat, könne sich jedoch jederzeit bei Dana Bach, Museumsleiterin Oschatzer Stadt- und Waagenmuseum, melden. „Sie stellt dann den Kontakt her“, sagt Grabener.

Claus Kretzschmar verstarb Anfang 2017 im Alter von 78 Jahren. Er prägte nicht nur mit seinem eigenen Werk, sondern auch als Lehrer und Mentor ganze Generationen von Freizeitmalern in und um Oschatz.

Von Anton Zirk

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