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Oschatz Bio-Obst GmbH in Baderitz will Anbauflächen erweitern
Region Oschatz Bio-Obst GmbH in Baderitz will Anbauflächen erweitern
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16:10 17.07.2016
Mini-Kultur der Bio-Obst GmbH in Baderitz: Geschäftsführer Jan Kalbitz zeigt die noch jungen Früchte der Goji-Beere. Sie wird auf knapp einem Hektar angebaut. Quelle: Christian Kunze
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Baderitz

Umweltbewusst, umweltschonendend und umweltverträglich anbauen und produzieren, kurz „Bio“ anbauen ist keine Erfindung der 2000er Jahre – die Obstland Dürrweitzschen AG tut dies im Rahmen der integrativen Landwirtschaft – teils konventionell, teils biologisch – seit der Gründung vor 25 Jahren.

Ganz auf die Fahnen geschrieben haben sich die nachhaltige Verfahrensweise seit dem Jahr 2004 Jan Kalbitz und seine Mitstreiter in der eigens dafür gegründeten Tochtergesellschaft der Obstland Dürrweitzschen AG. Heute beschäftigt Geschäftsführer Kalbitz 13 fest angestellte Mitarbeiter, hinzu kommen abhängig vom Arbeitsaufwand Saisonkräfte aus dem In- und Ausland. Derzeit sind dies vier deutsche und neun rumänische Angestellte. Die Begeisterung für Ausbildung und Beschäftigung im biologischen Obstbau bei den Lehrstellen und Arbeit suchenden Menschen der Region zu wecken, soll in den kommenden Jahren gelingen.

Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Bio-Erzeugnissen investiert das Unternehmen jetzt – zum einen in seinen Werkstätten und moderne Büroräume in Baderitz, zum anderen werden die Anbauflächen in Baderitz, Leisnig, Ablaß und Böhlen sukzessive erweitert oder bestehende Plantagen umgestellt. Begonnen hat alles mit ehemaligen Flächen der Klosterobst GmbH in Sornzig. Zu den Kulturen, die angebaut werden, gehören Tafel- und Mostäpfel verschiedener Sorten auf rund 200 Hektar, Haselnüsse auf reichlich 43 Hektar, Stachel- und Johannisbeeren (rot, weiß und schwarz) auf 46 Hektar, Sauerkirschen auf knapp fünf Hektar sowie die Goji-Beere (Gemeinde Bocksdorn) auf 0,8 Hektar.

Ziel des biologischen Anbaus ist das nachhaltige Wirtschaften und das Stärken des Bewusstseins der Verbraucher für dieses Segment in der Region. Die Auswahl schädlingsresistenter Sorten schmälert den Einsatz von Pestiziden und führt damit zu einer verbesserten Qualität der geernteten Früchte. „Das spricht sich allerdings nur langsam und schleppend herum. Viele regionale Konsumenten sind überrascht, wenn sie davon hören“, so Jan Kalbitz. Das Gros der Ware ist noch immer viele hundert Kilometer auf der Autobahn unterwegs, bis es beim Abnehmer ankommt. Das wolle man ändern. „Wir könnten mehr verkaufen, als wir derzeit produzieren – nur eben nicht in die Region“, verdeutlicht Jan Kalbitz.

Um den Fokus auf die Bio-Produktion vor der Haustür zu verstärken, initiiert die Bio-Obst GmbH einen Herbstmarkt mit Direktvermarktern der Umgebung im Hof des Klosters Marienthal Sornzig. Termin ist der 22. Oktober.

Von Christian Kunze

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