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Oschatz Biomarkt im Kloster Sornzig mit großer Resonanz
Region Oschatz Biomarkt im Kloster Sornzig mit großer Resonanz
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00:24 03.05.2018
Azubi Julia Stöbe von der Bio-Obst Baderitz GmbH brillierte nicht nur mit echter Bioware, sondern auch mit viel Wissen rund um diesen Obstanbau. Quelle: Foto: Bärbel Schumann
Sornzig

Der Sornziger Klosterhof ist zum vierten Mal Austragungsort für den Biobauernmarkt. Der einzige seiner Art bisher in Sachsen, so Max Grauer von den Organisatoren. Mancher der rund 30 Anbieter hat improvisiert, doch das schadet nicht dem frischen Obst und Gemüse oder den in Kisten aufgereihten Pflanzen.

Tiere zum Streicheln

Nahe seinem Käsestand auf der angrenzenden Wiese hat Sven Kloy ein kleines Gatter mit jungen Ziegen eingerichtet. Während an seinem Stand Eltern in der Schlange warten, vertreiben sich ihre Kinder beim Streicheln der Tiere die Zeit. In Nachbarschaft hat Familie Fiedler aus Bockelwitz auch Schäfchen zum Streicheln mitgebracht. Interessant für Marktbesucher sind bei ihnen die aus Schafswolle angebotenen Dinge oder die versponnene Wolle. „Der nächste Winter kommt bestimmt“, meinte eine der Kundinnen beim Stöbern in den Auslagen.

Biobauern-Frühlingsmarkt im Kloster Marienthal in Sornzig. Quelle: Bärbel Schumann

Nebenan hat sich Katrin Leipascher vom Auenhof in Niederlützschera ausgebreitet. Bekanntes und Unbekanntes hat sie an Gemüse und Kräutern mitgebracht. „Das sind Mairübchen“, erklärt sie gerade Michaela Jäger aus Mügeln, die mit Oma Barbara auf dem Biomarkt einkauft. Katrin Leipacher ist von Anfang an beim Sornziger Biobauernmarkt dabei. Während im Herbst beispielsweise Kohl zum Angebot bei ihr gehörte, kann sie mit saisonalen Kräutern, jungen Mairübchen, Radieschen und anderem unterm Foliendach gewachsenem punkten.

Gäste sogar aus Dresden

Viele, die aus Leipzig, Grimma, Wurzen oder gar Dresden kommen, kaufen bei ihr und den anderen Händlern reichlich ein. „Wir würden ja noch regelmäßiger aus dem Bio-Anbau kaufen, aber wir haben einfach nicht so oft Gelegenheit dazu“, erklärt ein Paar, das aus Wermsdorf kommt. „Ihnen kann geholfen werden, wir bieten sogar einen Lieferservice an. Im Internet können sie sich das Sortiment zusammenstellen“, erklärt die Niederlützscheraerin. Prospekte wandern über den Verkaufstresen und es gibt noch einige Informationen zur solidarischen Landwirtschaft. „Vielleicht ist das auch interessant“, sagt Katrin Leipacher. Neben ihr werden Kartoffeln direkt vom Traktorhänger des Kartoffelbauern verkauft. Wer weiter über den Biomarkt schlendert, wird sogar daran erinnert, ab wann er seine Weihnachtsgans bestellen kann.

Kräuter und Kostproben

Bei Chris Gühne schlagen die Herzen der Hobbygärtner höher. Bei der Mockritzerin werden Kräuterpflanzen angeboten. Wenn nach dem strengen Winter nicht alles im Kräutergärten überlebte, kann hier Nachschub mitgenommen werden. In der Klosterscheune hat Familie Heinze ihren Hofladen für einen Tag eingerichtet. Der Grüne Laden aus Mügeln sorgt für Speisen und Getränke. Wieder mit dabei ist Familie von Sahr mit ihren Fleisch- und Wurstspezialitäten. Vor der Scheune bietet Azubi Julia Stöbe von der Bio-Obst Baderitz GmbH von der Obstland Dürrweitzschen AG Äpfel an. Mancher der Kunden will wissen, ob auch wirklich keine Chemie an das Obst gelangt. Die junge Frau erklärt geduldig und mit hoher Fachkompetenz. Wer ihr zuhört, merkt dabei ihre Leidenschaft für den biologischen Obstanbau. Nicht umsonst hat sich die Brandenburgerin, die im 3. Lehrjahr ist, ihren Ausbildungsplatz in Sachsen gesucht. Am Hofrand hat der Modellbahnverein Glossen eine kleine Gartenbahnstrecke zur Freude der Jüngsten aufgebaut. Die aufgestellten Tischreihen füllen sich schnell, denn der Biobauernmarktbesuch wird beim Frühlingswetter für die meisten Gäste zum Familienausflug.

Von Bärbel Schumann

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