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Oschatz Blasmusik mit Kaffee und Fettbemme im bäuerlichen Museum Schmannewitz
Region Oschatz Blasmusik mit Kaffee und Fettbemme im bäuerlichen Museum Schmannewitz
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11:08 14.05.2018
Familie Jentzsch aus dem Riesaer Stadtteil Böhlen probiert erst das Deftige und dann das Süße. Quelle: Foto: Axel Kaminski
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Schmannewitz

Wenn man ein gutes Gedächtnis hat oder mit offenen Augen durch das Heidedorf fährt, weiß man, dass es am Sonntag nach Himmelfahrt im Bäuerlichen Museum frisches Brot aus dessen Backofen gibt. Oder man hat irgendwo eine Ankündigung gelesen oder von diesem Termin gehört.

Familie Jentzsch aus Riesa-Böhlen hat davon gelesen – und sich am Sonntag zum ersten Mal zu dieser Veranstaltung auf den Weg gemacht. Was sie probierten, die Fettbemmen ebenso wie der Zuckerkuchen, überzeugte sie. Und ein schönes Fleckchen sei das hier sowieso.

Ähnlich geht es den Schäfers und Kühnes aus Torgau, Kobershain und Börln. Während die Kühnes das Fest hier kennen, sind die Schäfers, die von ihnen zum Muttertag eingeladen wurden, zum ersten Mal hier. Auch sie sind zufrieden mit der Arbeit von „Heidebäcker“ Uwe Rentzsch und seinem „Gehilfen“ Roland Dietze.

„Wir haben heute 104 Roggenmischbrote mit besonderer Gewürzmischung gebacken“, erläutert der Bäckermeister. Die 750-Gramm-Brote sind am Verkaufsstand auf der anderen Seite des Hofes genauso gefragt wie die Fett- und Wurstbemmen. Mit der Arbeit seines langjährigen Gehilfen Roland Dietze ist der Bäcker sehr zufrieden. Nach so vielen Jahren habe er es einfach drauf.

„Drauf“ heißt in diesem Fall, den nur einmal im Jahr genutzten Ofen so anzuheizen, dass er trocken ist. Damit war der Schmannewitzer, der gleich schräg gegenüber wohnt, seit Dienstag beschäftigt. Am Sonntag hat er 6 Uhr mit dem „richtigen“ Feuer angefangen. Es muss mindestens 240 Grad Celsius in den Backraum bringen – ohne dass es dort ein Thermometer gäbe, an dem man das kontrollieren könnte oder Regler zum korrigierenden Eingreifen.

Während es am Backofen eng zuging und es schwer fiel, beim Blick über die Schultern der Männer etwas zu erkennen, war beim Buttern für die Zuschauer etwas mehr Platz. Sandra Burkhardt, Christa Zehrfeld und Marion Pinkert zeigten den Gästen, die es wissen wollten, wie die Milch separiert, dann gebuttert und die Butter geformt wird. Derweil konnten sich die Besucher – egal, ob sie beim Essen deftig oder süß bevorzugten, vom Blasorchester der Feuerwehr Leipzig-Seehausen abwechslungsreich unterhalten lassen.

Verschönerungsverein Schmannewitz erfährt regen Zuspruch beim Brot-Schaubacken

Von Axel Kaminski

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