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Blütenkönigin bei Sornziger Blütenfest

Feier Blütenkönigin bei Sornziger Blütenfest

Gleich zwei Hoheiten waren am Wochenende auf dem Sornziger Blütenfest zu Gast: Die neue Sächsische Blütenkönigin Janett Schnabel und Laura Kirschner, die neue Blütenprinzessin. Dazu gab es viel Musik, unter anderem von Schlagerstar Wolfgang Ziegler.

Janett Schnabel (rechts), 32 Jahre aus Dresden, ist die 20. Sächsische Blütenkönigin und Laura Kirschner (links), 24 Jahre aus Zwenkau, ist die neue Blütenprinzessin.

Quelle: Dirk Hunger

Sornzig. Alle Kandidatinnen waren einfach super. Unser Wettbewerb stand selten zuvor auf solch einem hohen Niveau wie diesmal. Ich freue mich auf die Zeit mit den beiden Hoheiten“, erklärt Gerd Kalbitz, Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes Sächsisches Obst, auf dem Sornziger Blütenfest – nur einen Tag nach der Krönung der 20. Sächsischen Blütenkönigin beim Blütenfest in Röhrsdorf. Minuten später ist Kalbitz mit anderen Besuchern im Sornziger Festzelt dabei, als Bürgermeister Johannes Ecke die neuen Repräsentanten des Sächsischen Obstanbaus den Gästen vorstellt. Thomas Arnold, Juryvorsitzender und zugleich Geschäftsführer der Sornziger Klosterobst GmbH, gerät ebenso ins Schwärmen, wenn er an die Präsentationen der beiden Frauen zum Thema Obst am Vortag denkt.

Verstehen können ihn die Besucher schon kurze Zeit später, als sich Blütenkönigin Janett I. alias Janett Schnabel auf der Bühne vorstellt und zum Thema Apfel spricht. Die 32-jährige Dresdnerin mag nämlich eine Sorte, den Breaburn, besonders. „Der hat wahnsinnig viele Vitamine“, sagt die Personalleiterin einer Volksbank. Später präsentiert auch die Blütenprinzessin Laura Kirschner ihren Vortrag rund um den Apfel und erntet dafür wie schon die Blütenkönigin viel Beifall.

Der Auftritt der beiden Hoheiten krönt das 56. Sornziger Blütenfest, das die Einwohnerzahl des Mügelner Ortsteils an diesem Wochenende um ein Vielfaches ansteigen ließ. Kein Wunder, bot das dreitägige Fest doch allerhand Attraktionen, präsentierten sich Vereine des Ortes und der Region sowie Direktvermarkter. Ein volles Festzelt bescherten auch Stargast Schlagersänger Wolfgang Ziegler und seine Tochter den Organisatoren am Sonntagnachmittag. Viele der Zuschauer stimmten in seine bekannten Hits spontan ein. Stunden zuvor bot das Geschehen im Festzelt ein Beispiel für gelungene Städtepartnerschaft. Die Kemmlitzer Blasmusikanten bestritten gemeinsam mit der Brass Band aus Mügelns Partnerstadt Bodmann-Ludwigshafen den Frühschoppen. Die einmalige Klosterhofatmosphäre genossen Einheimische und Gäste bei allerhand Spezialitäten.

Der Sonnabend, leider hätten es einige Besucher mehr sein können, erwies sich als Spiegelbild für lebendige Vereinsarbeit nicht nur in Sachen kulinarischer Angebote. So sorgte der Elternstammtisch von Hort und Kita für Spiel, Spaß und Bastelangebote. Sogar Tänze der Kinder gehörten dabei zum Angebot. „Wir Eltern haben uns heute gern eingebracht. Der Erlös der Aktionen wird unseren Kindern in den Einrichtungen wieder zugute kommen“, freute sich Madlen Hanns, die die organisatorischen Fäden dabei in den Händen hielt. Zuvor hatten die Glossener Landfrauen wieder einmal einen „Kessel Buntes“ gewaschen und damit die Festzeltgäste unterhalten. Besonders viel Beifall gab es dabei für die Tanzeinlagen der kleinen und großen Stars. Zudem entpuppte sich mancher der Akteure bei den Playback-Nummern als ungeahntes Talent. Und am Saftladen des Obstbauvereins staunte mancher, welche Köstlichkeiten aus heimischem Obst zubereitet werden können.

Beliebt an allen Festtagen war eine Fahrt mit der Schlendrian-Bahn durch die Obstplantagen. Das nur in dieser Region sich bietende Erlebnis begeisterte Besucher auch aus anderen Teilen Deutschlands, die eher durch Zufall – die Fotozugfahrten der Döllnitzbahn – an diesem Wochenende im Stadtgebiet und somit im zweitgrößten Obstanbaugebiet Deutschlands weilten. „Das habe ich so hier nicht vermutet. Auch dieses Fest mit seiner kleinen feinen Gemütlichkeit hat uns als Familie begeistert. Ich denke, wir werden schon bald mal wiederkommen“, meinte Frank Friede aus dem Rheinland.

Von Bärbel Schumann

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