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Blut-Büchse verschenkt

Blut-Büchse verschenkt

Die Zeit der napoleonischen Kriege spielte jetzt in der Sonderausstellung des Mügelner Heimatmuseums eine Rolle. Museumsleiter Andreas Lobe knüpfte dazu Kontakte zum Deutschen Förderverein für Sanitätswesen Köthen.

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Museumsleiter Andreas Lobe (rechts) überreicht dem Vorsitzenden des Deutschen Fördervereins für Sanitätswesen Raymond Schulz als Dank für seine Unterstützung zur Sonderschau im Mügelner Heimatmuseum einen historischen Thermobehälter. Darin wurde früher Blut transportiert. Der Verein komplettiert damit seine Sammlung.

Quelle: Bärbel Schumann

Zahlreiche Exponate zeigen den Ursprung des Sanitätsdienstes , der auf den Leibarzt Napoleons zurückzuführen ist. Der hatte ein System der Versorgung entwickelt, wie man die leicht Verletzten aus den Schlachten so versorgen konnte, damit diese schnell wieder einsatzfähig waren. Daraus entwickelte sich schließlich der Volkssanitätsdienst, der sich dann bei Kriegen und Schlachten um die Verletzten kümmerte. Beim Anblick der primitiven historischen medizinischen Gerätschaften, die damals zum Einsatz kamen, wurde schnell deutlich, warum nur wenige Schlachtteilnehmer nach einer Verwundung eine Überlebenschance hatten. "Narkosemittel oder auch Penicillin gab es damals ja noch nicht", erklärt der Köthener Vereinschef Raymond Schulz. Unvorstellbar war für manchen Besucher der Schau, dass zum Beispiel bei der Völkerschlacht in Leipzig sogar ausgebildete Fleischer bei der Versorgung der Verletzten zum Einsatz kamen, weil die Zahl der Ärzte im Verhältnis zu den Tausenden Verwundeten viel zu gering war.

 

Mit der Ausstellung, in der neben Exponaten aus Köthen auch einige Stücke aus dem Archiv des Mügelner Museums zu sehen waren, beabsichtigten die Mitglieder des Fördervereins, auf ihre Weise den Besuchern näher zu bringen, wie wertvoll Frieden ist. Deshalb warben sie auch für ihre Aktion "Wenn Du nichts für den Frieden tust, dann kommt der Krieg zu Dir." Bärbel Schumann

Bärbel Schumann

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