Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Bootsrennen in Hof: „Badewanne des Todes“ holt den Sieg
Region Oschatz Bootsrennen in Hof: „Badewanne des Todes“ holt den Sieg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:30 07.08.2017
Ungeschlagen gewinnt die Leipziger Crew mit ihrer „Badewanne des Todes“ das Bootsrennen in Hof. Quelle: Axel Kaminski
Anzeige
Hof

Improvisationstalent war bei der zehnten Auflage des Bootsrennens im Rahmen des Parkfestes in Hof gefragt. Die „Schöne Helena“ musste nach ihrem zweiten Start kapitulieren und brachte damit den Rennplan durcheinander.

Startprobleme in Hof

Zu Beginn lief der Wettbewerb wie am Schnürchen. Das Team des SV Grün-Weiß Mannschatz versetzte alle in Erstaunen, die die Rand-Oschatzer noch nie gesehen hatten. Neben zwei Paddlern hatten sie einen vorn im Wasserfahrzeug bäuchlings agierenden Steuermann an Bord. Mit verschiedenen Schwimmstilen entlehnten Armbewegungen sorgte er für zusätzlichen Vortrieb – und für den ersten Sieg seines Teams. Obwohl er mit dem Kinn fast auf dem Wasserspiegel agierte, betonte Michel Weber alias Ede, dass er keinen einzigen Schluck Wasser aus dem Hofer Schlossteich entnommen habe. Mit dem Mund machte das auch kein anderer Wettbewerbsteilnehmer – die zahlreichen Besucher sowieso nicht. Allerdings blieben nicht alle Shirts und Schuhe trocken.

Große und kleine Boote

Im zweiten Rennen trafen das größte und das kleinste Boot des Wettbewerbes aufeinander. Als Solistin hat Prisca Voigt normalerweise keine Chance bei solchen Duellen, noch dazu gegen die aus Leipzig angereiste „Badewanne des Todes“. Das Boot ist für seine sichere Lage im Wasser bekannt. Außerdem müssen die Paddler hier nicht selbst den Kurs halten, da das Boot über ein Ruder verfügt. „Die Gegnerin der Leipziger Crew setzte auf Fuß- statt Armkraft. Allerdings machte der Kettenantrieb der „Schönen Helena“ nach wenigen Metern schlapp. Ihre Konkurrenten nahmen sie ins Schlepp und erhielten für diese faire Geste viel Beifall.

Die Pause bis zum nächsten Start dieses besonderen Tretbootes nutze Priscas Opa Dietmar Voigt, um den Schaden zu beheben. Bis kurz nach der Wendeboje sah es nach einem klaren Sieg für die Lengefelderin aus. Ein erneuter Defekt ließ sie jedoch nicht mehr von der Stelle kommen. Die Rettungstat ihrer Mutter Franziska, die kühn ins Wasser sprang und das Boot schieben wollte, konnte die Niederlage gegen „Die Durstigen“ nicht verhindern. Nach diesem Defekt konnte Voigt seiner Enkelin nicht mehr helfen.

Gedränge auf dem Wasser

Dagegen wirkte das plötzlich stark verkürzte Paddel der „Durstigen“ wie eine Lappalie. Allerdings hatten sie dadurch im Rennen gegen die Favoriten aus Leipzig Probleme, den Kurs zu halten. Nachdem alle intakten Teams gegeneinander angetreten waren, stand mit der „Badewanne des Todes“ lediglich die Sieger-Mannschaft fest. „Die Durstigen“, die „Pfandpiraten“ und die Crew des SV Grün-Weiß Mannschatz waren punktgleich und mussten zum Stechen antreten. Damit es bei einem derartigen Gedränge nicht zu Kollisionen an der Wendemarke kommt, ließ Ronny Stephan, vielen besser als DJ Matrix bekannt, Gnade walten und erklärte die Bojen an der Wende zum Ziel. Dort trafen zuerst die Mannschatzer ein.

Vor diesem Stechen stachen noch einmal alle Teilnehmer in See. Auf Kommando von DJ Matrix durften die Festbesucher mit ihrem Applaus das schönste Boot wählen. „Notar“ Stefan Kreuschmer kam zu dem Ergebnis, dass es ein Applaus-Stechen zwischen den „Durstigen“ und der „Schönen Helena“ geben müsse. Sie war von der „Badewanne des Todes“ zu dieser Ehrenrunde mitgenommen worden und stand letztlich in der Gunst des Publikums ganz oben.

Während die Teams im letzten Rennen schon erste Windböen zu spüren bekamen, trafen die Regenschauer pünktlich zwischen dem Bootsrennen und dem Tanz im Festzelt am Abend in Hof ein, so dass kein Programmpunkt des Parkfestes beeinträchtigt wurde.

Von Axel Kaminski

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wie ein Traum aus Licht und Klang präsentierte sich das Nachtdigital Festival am Sonnabend den Besuchern. Nach einem kurzen Regenschauer verwandelte sich das Festgelände rund um den See im Olganitzer Bungalowdorf in ein Lichtermeer.

06.08.2017

An der „Bücherwurm“-Grundschule in Oschatz sind am Wochenende 54 Jungen und Mädchen eingeschult worden. Die Drittklässler führten passend kostümiert „Die Häschenschule“ auf – eine Geschichte, die auch den anwesenden Eltern und Großeltern nicht unbekannt sein dürfte.

06.08.2017

Lehrermangel, Stundenausfall, Quereinsteiger – in Sachsens Bildungswesen ist der Wurm drin. Um die katastrophalen Zustände abzumildern, greift der Kultus zu einer besonderen Maßnahme. Cannabis wird an Schulen legalisiert - vorerst für Erwachsene. Ob Schüler ans krasse Kraut herangeführt werden sollen, ist umstritten.

06.08.2017
Anzeige