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Oschatz Bornaer Gemeindeamt soll Anbau erhalten
Region Oschatz Bornaer Gemeindeamt soll Anbau erhalten
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10:39 27.09.2018
Bei weitgehendem Erhalt des Spielplatzes soll die Registratur an das Gemeindeamt in Borna angebaut werden. Allerdings ist nun ein Pultdach im Gespräch Quelle: Arnold Consult
Liebschützberg

Seit Jahren gibt es provisorische Lösungen für die Lagerung der Akten der Gemeindeverwaltung. Davon wird deren Zustand nicht besser und in Reichweite der Verwaltungsmitarbeiter stehen sie auch nicht.

Im November 2016 fasste der Gemeinderat den Beschluss, für die Akten einen Anbau am Bornaer Verwaltungssitz zu errichten. Dazu gab es erste Abstimmungen mit dem Denkmalschutz. Am Dienstagabend stellte Architektin Margrit Piendl den Mitgliedern des Technischen Ausschusses erste Entwürfe vor und offerierter erste Kostenberechnungen.

Anbau wird teurer

Die bittere, aber nicht unerwartete Erkenntnis: Der acht mal elf Meter große Anbau samt Verbindungsgang zum Gemeindeamt wird deutlich mehr als die bestätigten Fördermittel in Höhe von knapp 230 000 Euro kosten. Die Variante, die den Wunsch nach einem einheitlichen Niveau des Anbaus und des Erdgeschosses des Gemeindeamtes erfüllt, würde demnach – ohne Planungskosten – mit rund 344 000 Euro zu Buche schlagen. Wie Margrit Piendl erläuterte, müsse man dafür das Gelände aufschütten und wieder verdichten, damit es die benötigte massive Grundplatte tragen könne. Außerdem sei dann ein Flachdach erforderlich, das in der Fertigung teuer und dessen Montage aufwendig wäre. Sie stellte den Ausschussmitgliedern eine andere Variante vor, in der es einen Höhenunterschied zwischen Gemeindeamt und Registratur geben würde, der Anbau also tiefer stehe.

Variante mit Pultdach

Dadurch könne man ein Pultdach errichten, das vor Ort mit einem herkömmlichen Dachstuhl aus Holz gefertigt werden könnte. Diese Variante wäre etwa 50 000 Euro günstiger, bliebe aber immer noch über der genehmigten Fördermittelsumme. Die Option, das Archiv erst ein Jahr später und damit außerhalb dieser Förderung zu möblieren, lehnten die Räte ab.

Aus der Beratung kristallisierte sich der Auftrag an die Verwaltung heraus, die Variante mit dem Pultdach weiter zu verfolgen. „Vor weiteren Planungsschritten steht“, so erläuterte es Bürgermeister David Schmidt (parteilos), „ein neuer Termin mit der Denkmalschutzbehörde“. Sie werde ihre Meinung dazu einbringen, ob die geänderte Dachneigung mit der Ansicht des Gemeindeamtes vereinbar sei. Lag nach dem Fördermittelbescheid der Eigenanteil der Kommune bisher bei rund 50 000 Euro, würde er in der günstigeren Pultdach-Variante auf über 100 000 Euro steigen.

Von Axel Kaminski

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