Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Bornaer Pfarrer stellt sich Wahl zum Superintendenten fürs Leipziger Land
Region Oschatz Bornaer Pfarrer stellt sich Wahl zum Superintendenten fürs Leipziger Land
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:28 05.03.2018
Jochen Kinder
Anzeige
Borna

Am 1. September 2005 trat der damals 33-jährige Vikar sein Amt als Pfarrer für die Kirchengemeinden Borna/Canitz, Ganzig, Zaußwitz und Lampertswalde an – seine erste Pfarrstelle. In Kürze könnte er Superintendent des evangelisch-lutherischen Kirchenbezirkes Leipziger Land mit Sitz im „anderen“ Borna werden.

Jochen Kinder stammt aus Ahlen im Münsterland. Er studierte Theologie im Bielefelder Stadtteil Bethel, in Halle sowie in Leipzig. Seit dem Jahr 2002 steht Jochen Kinder in den Diensten der sächsischen Landeskirche.

„Ein fähiger Mann – in jeder Hinsicht“

Er sei natürlich nicht froh darüber, wenn ein Pfarrer gehe, betont Arnold Liebers, Superintendent des Kirchenbezirkes Leisnig-Oschatz, zu dem Kinders jetzige Gemeinde gehört: „Das ist schade für die Liebschützberger und die Oschatzer.“ Aber ihm bleibe Jochen Kinder im Falle seiner Wahl als Superintendent für das Leipziger Land schließlich erhalten – als Nachbar und Kollege. Für einen geeigneten Kandidaten halte er ihn auf jeden Fall: „Jochen Kinder ist ein fähiger Mann – in jeder Hinsicht.“ Dass er für das Amt in Borna in Frage komme, sei in gewisser Weise auch eine Anerkennung für die Gemeinde, in der er seit knapp 13 Jahren tätig ist.

Superintendent würde Vertreter ernennen

Arnold Liebers erläuterte, wie es nach einer Wahl Kinders im Kirchspiel Liebschützberg weitergehen könnte. „Ich bestimme einen Vakanzvertreter“, erläuterte er der Oschatzer Allgemeinen. Dieser sei bereits nominiert. Namen werde er aber erst nennen, wenn Jochen Kinder tatsächlich gewählt sei. Dann liege der Ball beim Vorstand des Kirchspiels. Wenn dieser eine Erledigungsanzeige stelle, werde der Kirchenbezirk diese sicherlich befürworten und an das Landeskirchenamt weiterleiten. Diesem obliege es dann, die Stelle auszuschreiben. Fänden sich keine Bewerber, könne das Landeskirchenamt die Stelle auch mit einem Absolventen oder einer Absolventin besetzen.

Wahl durch Synode erfolgt am 24. März

Jochen Kinder wird sich am 24. März der Synode vorstellen. Die Wahl würde am gleichen Tag erfolgen. Offiziell würde sein neues Amt jedoch erst nach der Ernennung durch die Leitung der Landeskirche. Pfarrer müssen zwar oft weite Wege zurücklegen, sind aber keine Berufspendler. „Das ist eine neue Pfarrstelle mit Residenzpflicht, also einer zu beziehenden Dienstwohnung“, stellt Jochen Kinder klar. So ein Umzug inklusive Schulwechsel für die Kinder sei „eine große Belastung für die Familie“, erläutert er. Aber das gehöre eben zum Pfarrdienst. Die Stelle des Superintendenten für das Leipziger Land sei ausgeschrieben gewesen. Er habe sich darauf beworben – nicht zuletzt deshalb, weil man ihn darauf angesprochen habe.

Superintendenten haben als leitende Geistliche der Kirchenbezirke die Dienstaufsicht über die Pfarrer, koordinieren Vertretungen und sind als Repräsentanten nach außen Ansprechpartner für andere gesellschaftliche Gruppen.

Von Axel Kaminski und Nikos Natsidis

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am Mittwochabend hat ein Mann die Filiale der Discounter-Kette Penny in Mügeln überfallen und dabei eine dreistellige Geldsumme sowie Sportkleidung erbeutet. Die Polizei sucht nun mit einer detaillierten Personenbeschreibung nach dem Täter und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

02.03.2018

Die Oschatzer Collm Klinik stellt die weichen für die Personalpolitik in den kommenden Jahren. Um nicht vom Fachkräftemangel kalt erwischt zu werden, stellt die Klinik acht neue Azubis ein. Doch haben sie auch nach der Ausbildung am Krankenhaus eine berufliche Perspektive?

26.04.2018

Wer rechnet am besten? Diese Frage beantwortete am Donnerstag der regionale Wettbewerb in Mathematik an der Oberschule Oschatz. Die 50 Teilnehmer aus fünf Schulen ermittelten unter sich die Kandidaten für das bevorstehende Landesfinale im Mai.

01.03.2018
Anzeige