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Oschatz Bornitzer Igelfamilie wird fit für den Winter gemacht
Region Oschatz Bornitzer Igelfamilie wird fit für den Winter gemacht
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06:00 27.09.2017
Die Igelfamilie lässt es sich im Garten von Familie Müller in Bornitz schmecken. Quelle: Foto: privat
Bornitz

Für Familie Müller aus Bornitz war es eine Freude zu sehen, dass sich auch in diesem Jahr in ihrem Garten erneut Igel befanden. Darunter eine Igelmutter mit vier Jungtieren. Im vergangenem Jahr waren sogar sechs Igelkinder auf ihrem Gelände.

Da bis zum Winter nicht mehr viel Zeit ist und die Igelkinder noch klein sind, stellen Anneli und Jürgen Müller regelmäßig Katzenfutter raus, um ihnen bei ihrer Entwicklung zu helfen. Der Igel, der in der Dunkelheit auf Beutejagd geht, ernährt sich von Insekten, Regenwürmern, Nacktschnecken, kleinen Wirbeltieren sowie von Eiern bodenbrütender Vögel. Vor Wintereinbruch fällt es dem Tier schwerer, Nahrung zu finden, da das Angebot spärlich ist. „Sie müssen bis zum Winter ein Gewicht von mindestens 500 Gramm aufweisen, damit sie die kalte Jahreszeit auch überstehen“, sagt Anneli Müller. Ein Igel verliert während des Winterschlafes etwa 20 bis 30 Prozent seines Körpergewichtes. Somit ist es für ihn überlebenswichtig, so viel Eigengewicht wir möglich zu bekommen.

Ab September Futterstation einrichten

Um den Igeln dabei zu helfen, können die Tierliebhaber ab September eine „Futterstation“ einrichten, so wie bei Familie Müller. Sollten die Tiere das Mindestgewicht nicht bis Ende November erreicht haben, weiß die Bornitzerin genau, was zu tun ist. „Ich habe bei uns im Keller einen Kleintierkäfig. Dann werde ich sie dort weiter aufpäppeln, damit sie ihre Winterruhe halten können. Doch wie es bisher aussieht, werden sie bis dahin das benötigte Gewicht sicher erreicht haben“, sagt sie zuversichtlich.

Es wäre nicht das erste Mal, dass Anneli Müller Igel über den Winter bei sich hat. Vor einigen Jahren war es einer, ein anderes Jahr gleich zwei junge Igel, die Hilfe brauchten. Alle nötigen Informationen hierfür erhielt sie über die Zeitung und vom Tierheim.

Igel brauchen Zufluchtsort

Auch andere Tierliebhaber sind gefragt – nicht nur im Winter. „Viele Gartenbesitzer wollen ihr Gelände immer im einwandfreien Zustand haben. Dann gibt es aber auch keinen Zufluchtsort für Tiere. Igel brauchen ein Versteck. Es ist nicht schwer, für sie ein Domizil zu schaffen. Igelburgen oder Holzhäuschen, die man mit Reisig und Laub bedeckt, können gekauft werden. Oder man fertigt sie einfach selber. Da genügt eine alte Holzstiege mit einem kleinen Loch von zehn Mal zehn Zentimeter, durch das die Igel durchpassen, mit Heu gefüllt und mit Laub und Reisig bedeckt. Wichtig ist es, dass es die Igel trocken haben“, empfiehlt die Bornitzerin. Und sie betont außerdem, dass das Futter so hingestellt werden sollte, dass andere Tiere nicht ran kommen können.

Von Kristin Engel

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