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Oschatz Bornitzer Inspektorenhaus kommt unter den Hammer
Region Oschatz Bornitzer Inspektorenhaus kommt unter den Hammer
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15:31 24.02.2016
Dieses seit Jahren leer stehende Gebäude wird am Freitag bei einer Auktion in Leipzig angeboten. Das untere Limit liegt bei 30 000 Euro. Quelle: Dirk Hunger
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Bornitz

Am Freitag soll für das Inspektorenhaus in Bornitz ein neuer Eigentümer gefunden werden. Die Sächsische Grundstücksauktionen AG bietet das leer stehende Gebäude am 26. Februar im NH-Hotel nahe der Leipziger Messe zum meistbietenden Verkauf an.

Für das knapp 5200 Quadratmeter große Grundstück mit dem etwa 700 Quadratmeter Wohnfläche umfassenden Gebäude ist ein Mindestgebot von 30 000 Euro festgesetzt worden. Als reines Baugrundstück wäre das Areal bei einem hier üblichen Bodenrichtwert von 13 Euro pro Quadratmeter rund 65 000 Euro wert.

Der Grund wird in der Beschreibung des Mehrfamilienhauses deutlich: „ Die noch vorhandene Sanitärausstattung ist nicht mehr nutzbar. Überwiegend alte Holzdoppelfenster, teilweise sind Scheiben defekt.. Die Wohnungen seien mit Ofenheizung ausgestattet. Die Putzfassade, in der Feuchtigkeit aufsteige, weise Schäden auf. Einzige Lichtblicke sind nach der Beschreibung im Katalog die massive Treppe mit dem schmiedeeisernen Geländer und die Tatsache, dass das Satteldach nach 1995 erneuert wurde. Das Gebäude sei jedoch in einem „insgesamt allumfassenden sanierungsbedürftigen Zustand“.

Das Inspektorenhaus wurde 1875 erbaut und gehört zum Areal des einstigen Rittergutes. Mit der Enteignung der adligen Besitzer nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Grundstück in Volkseigentum überführt, wechselte später in Gemeindebesitz. Jahrzehntelang vermietete die Kommune die dortigen Wohnungen. Mittlerweile steht es jedoch seit langer Zeit leer.

Zuletzt wurde es am 14. September 2002 bei einer regionalen Sonderauktion der Sächsischen Grundstücksauktionen AG versteigert. Damals lag das Mindestgebot bei 9000 Euro. Da nur ein Bieter interessiert war, wurde das Inspektorenhaus zum Mindestgebot verkauft . Geht man vom Mindestgebot aus, hat das Gebäude in reichlich 13 Jahren einen Wertzuwachs von 230 Prozent erfahren – ganz ohne Sanierung.

„Das Gebäude steht nicht unter Denkmalschutz“, betont Christina Obst, Sachbearbeiterin für Denkmalschutz beim Landratsamt Nordsachsen. Nach Einschätzung des Landesamtes für Denkmalschutz habe des Gebäude keinen Denkmalwert, da die Originalsubstanz mehrfach verändert wurde.

Von Axel Kaminski

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