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Oschatz Bornitzer hilft Kindern in Uganda
Region Oschatz Bornitzer hilft Kindern in Uganda
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00:36 21.06.2015
Glückliche Gesichter bei den Kindern über eine Packung Filzstifte als kleines Geschenk. Quelle: Rico Bernecker
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Bornitz/Uganda

Bornitz/Uganda. Rico Bernecker aus Bornitz absolviert seit März ein Praktikum in Uganda und berichtet von dort über seine Erlebnisse. In der Early Learning School in Entebbe kümmert sich der 21-Jährige um die Freizeitgestaltung der Kinder:

"Das Fußballspiel ist aus. Die Kinder der 5. Klasse sind überglücklich und liegen sich vor Freude in den Armen. Schließlich feiern sie nach einem packenden Turniersieg den finalen Triumph im Spiel gegen die vereinte Lehrerschaft. Im spannenden Elf-Meter-Schießen setzen sie sich knapp mit 7 zu 6 durch. Die Lehrer sind am Boden zerstört, zeigen sich aber dennoch als faire Sportsleute und gratulieren den wohlverdienten Siegern zu ihrem Erfolg. Zusammen mit mir als Trainer und Torwart startet ein ausgelassener Freudentanz auf dem Spielfeld.

Mit diesem finalen Fußballturnier der gesamten Schule endet mein vorerst letzter Tag an der Early Learning School. Abschließend wird der Sieg der Schüler über die Lehrerschaft bei einer kühlen Soda und lecker schmeckendem Chabati, einem landestypischen Fladenbrot, gefeiert. Das Fußballturnier und dessen Vorbereitung ist eines der tollen Ereignisse in meiner Zeit hier in Uganda. So trug es sich beispielsweise zu, als ich das Spielfeld für den Fußballstart ausbessern wollte, dass ich unerwartete Hilfe bekam. Nachdem ich zehn Minuten bei 30 Grad Hitze gewerkelt hatte, stand plötzlich ein Farmer vor mir, der gerade dabei war, seine Kuhherde über das Spielfeld, hinab an die Wassertränke, zu führen. Und als er mich schuften sah, ließ er seine Kühe Kühe sein, schnappte sich einen Spaten und ging mir hilfreich zur Hand. Wir redeten nicht viel, er konnte nicht besonders gut Englisch und ich nicht besonders Luganda. Aber die Taten sprachen für sich. Nach knapp zwei Stunden waren wir fix und fertig und freuten uns darüber, das Fußballfeld erheblich vergrößert zu haben. Der Mann verabschiedete sich, und ich rief ihm noch hinterher, er solle warten, ich bringe ihm noch schnell Wasser. Nachdem er meine 1,5-Liter-Flasche fast leer getrunken hatte, verabschiedete er sich höflich. Um mich für seine Hilfe zu revanchieren, drückte ich ihm noch ein wenig Geld in die Hand. Als ich dann am Nachmittag mit dem Aufbau der Fußballtore fertig war, stand der gute Mann namens Dennis wieder vor mir und schenkte mir einen Beutel mit einem Liter frischer Milch seiner Kühe. Ich fand das so toll, dass ich ihn gleich in mein Herz schloss. Die Milch genoss ich dann zu Hause mit den Kindern meiner Gastfamilie. Unfassbar auch, dass er am nächsten Tag schon wieder mit Milch zu mir kam. Obwohl die Menschen hier fast nichts zum Geben haben, teilen sie. Eine faszinierende Erkenntnis meiner Zeit in Uganda.

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