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Boskoop, Elstar, Gravensteiner: Oschatzer sind auf den Apfel gekommen

Züchtung, Anbau, Ernte Boskoop, Elstar, Gravensteiner: Oschatzer sind auf den Apfel gekommen

Beim Apfeltag der Baum- und Rosenschule Müller herrschte großer Besucherandrang. Besonders nachgefragt, wie auch schon in den vergangenen Jahren war der Service, sich die mitgebrachten Obstsorten vor Ort von einem Fachmann bestimmen zu lassen.

Roland Lebe von der Prüfstelle des Bundessortenamtes in Wurzen bestimmte für die Besucher die Apfelsorte ihres Altbestandes.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. "An apple a day keeps the doctor away" – das heißt auf deutsch so viel wie "Iss einen Apfel jeden Tag und dir bleibt der Gang zum Arzt erspart." Um die gesundheitsfördernde Wirkung des Apfels wissen nicht nur die Briten, sondern auch die Oschatzer. Und deshalb herrschte beim Apfeltag der Baum- und Rosenschule Müller am Sonnabend auch großer Besucherandrang.

Besonders nachgefragt, wie auch schon in den vergangenen Jahren war der Service, sich die mitgebrachten Obstsorten vor Ort von einem Fachmann bestimmen zu lassen - die Warteschlange an dessen Stand riss nicht ab. Wer kein eigenes Obst dabei hatte, konnte selbst Apfelsaft pressen und verkosten und für die jüngsten Besucher gab es eine Bastelstraße und einen Wissenstest rund um den Apfel. Diese Vielfalt lockte Steffen Schröter, seine Lebensgefährtin Claudia Michaelis und Tochter Charlotte an. "Es ist toll, dass es einen solchen Apfeltag fast vor unserer Haustür gibt", sagt der Gastewitzer, während Charlotte einen selbst gebauten Lampion mit Sternen und Blumen aus Papier beklebt. Für Claudia Michaelis ist besonders die Apfelsaftpresse interessant. "Ich stamme aus dem Umland von Berlin. Dort gibt es so etwas weit und breit nicht. Es ist toll, dass einmal direkt zu erleben", sagt sie. Die junge Frau nutzte außerdem das Angebot, Weine und Säfte zu verkosten.

Weniger gut besucht, aber deshalb längst nicht von geringerem Interesse war der Vortrag von Dag Müller zu neuen Züchtungen und elementaren Fragen des Obstanbau im heimischen Garten. "Die meisten unsere Kunden sind Laien, manch einer versucht die Kniffe der Obstbauunternehmen zu kopieren - und scheitert damit. Dem wollen mir mit unseren Veredlungs- und Obstbaumschnittseminaren vorbeugen", erklärte er. Der Vortrag bildete einen Querschnitt beider Angebote. Bei den Seminaren könne sich auch jeder selbst ausprobieren, sagte er.

Damit die Ernte von Äpfeln, Birnen, Kirschen, Pflaumen oder Pfirsischen zufriedenstellend ausfällt, sei zunächst die Wahl der richtigen Sorte wichtig. "Bei uns kaufen Leute ein, die von der Ostsee kommen, andere leben im Erzgebirge. Aber qualitative Unterschiede beim Boden gibt es schon zwischen Torgau und Oschatz", so Müller. Unbedingt zu beachten sei, dass die einzelnen Bäume nicht zu dicht beieinander stehen. Müller empfiehlt einen Abstand von mindestens 2,50 Meter beim Pflanzen. Nicht so großzügig dagegen sollte man beim Wässern der Bäume sein. "Weniger ist mehr", laute da die Devise, Ausnahmen, wie etwa bei einige Kirschsorten oder stark tragende Pfirsichbäume bestätigten diese Regel. Fatal, so Müller, sei es, das Obst stark mit Mineraldünger zu behandeln. Denn der entzieht den pflanzen das notwendige Wasser. Es genüge eine dezente Düngung im Frühjahr.

Abgerundet wurde der Einblick in die Welt des Obstbaus mit ein Paar Hinweisen zu Schädlingsbekämpfung, Verschnitt der Äste und zur Lagerung der geernteten Früchte.

Christian Kunze

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