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Oschatz Fünfzig Tonnen Papier brennen in Abfalldeponie Rechau
Region Oschatz Fünfzig Tonnen Papier brennen in Abfalldeponie Rechau
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16:36 09.05.2018
Kameraden der Feuerwehren aus Riesa, Oschatz, Naundorf, Mügeln, und Lampersdorf löschen die massen brennenden Papiers in der Lagerhalle der Deponie in Rechau. Ein Video des Einsatz sehen sie unter www.lvz.de/Region/Oschatz. Quelle: Foto: Sven Bartsch
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Rechau

Sirenen und Martinshorn rissen am frühen Mittwochmorgen Einwohner der Collm-Region rund um Oschatz und Mügeln aus dem Schlaf. Ursache dafür war ein Brand in einer Lagerhalle auf dem Gelände der Deponie des Abfallunternehmens Ato im Oschatzer Ortsteil Rechau unweit der Bundesstraße 6.

Die Feuerwehren aus Oschatz, Mügeln, Naundorf, Lampersdorf, Limach, Leuben, Schmorkau sowie drei Riesaer Feuerwachen wurden gegen 4.30 Uhr durch die Leitstelle alarmiert. Vor Ort stellte sich heraus, dass eine große Menge Abfall, überwiegend Papier, in zwei Müllbunkern in Flammen stand. Diese Müllbunker sind mehrere Meter tief. Die 61 herbeigeeilten Kameraden mussten sich zunächst Zugang zu der stark verqualmten Halle verschaffen.

50 Tonnen Papierglut im Bunker der Lagerhalle

„Mithilfe von Radladern des Abfallunternehmens rissen wir die Tore auf. Die Hallentore hatten sich aufgrund der starken Hitzeentwicklung verformt. In der Halle brannten etwa 50 Tonnen Papier. Das Löschen gestaltete sich sehr schwierig und zeitaufwendig, weil wir erst einmal an das Brandgut herankommen mussten“, so der Oschatzer Wehrleiter Lars Natzke auf Nachfrage.

Ebenfalls mithilfe der Radlader wurde das Papier aus der Halle gebracht und im Freien abgelöscht. Durch das Feuer selbst wurden keine Personen verletzt. Allerdings erlitten zwei Mitglieder der Oschatzer Feuerwehr leichte Verletzungen, als beim Löschen ein Schlauch platzte. „Ein Kamerad konnte ambulant behandelt werden, der andere wurde zur Behandlung ins nächste Krankenhaus gebracht“, so Lars Natzke. Gegen 11 Uhr kehrten die Einsatzkräfte der Oschatzer Wehr in ihr Depots zurück.

Hallendach auch in Mitleidenschaft gezogen

Durch den Brand wurden nicht nur die Müllbunker, sondern auch das Hallendach in Mitleidenschaft gezogen. Wie hoch der Schaden ist, kann nur geschätzt werden. „Wir gehen von einer Summe im niedrigen sechsstelligen Bereich aus“, so Sprecher Landratsamts-Sprecher Peter Stracke. Die Polizei geht von mindestens 200 000 Euro aus. Der Betrieb auf der Anlage wurde durch das Feuer und den Löscheinsatz nach seinen Angaben nicht unterbrochen. Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen, teilte die Pressestelle mit. Bis Redaktionsschluss waren keine Details bekannt. Da das Feuer im Bereich des Gewerbemülls ausbrach, könnte eine chemische Reaktion die Ursache sein.

Von Christian Kunze

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