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Brandursache in Mügeln bleibt ein Rätsel

Nach Großfeuer in der Ofenkachelfabrik Brandursache in Mügeln bleibt ein Rätsel

Lichterloh stand am 8. September des vergangenen Jahres eine Produktionshalle der Ofenkachelfabrik in Mügeln in Flammen. 84 Feuerwehrleute kamen zum Einsatz, doch die Halle konnte nicht mehr gerettet werden. Der entstandene Schaden wird auf eine halbe Million Euro beziffert.

Unter Atemschutz und mit Einsatz der Drehleiter wurden die Löscharbeiten vorgenommen.
 

Quelle: Dirk Hunger

Mügeln.  Die Ursache des Großbrandes am 8. September des vergangenen Jahres in der Ruka-Ofenfabrik Mügeln konnte nicht festgestellt werden. Das ist das Ergebnis der Ermittlungen der Kriminalpolizei, die mittlerweile abgeschlossen worden sind. In der Frühschicht entdeckten damals Mitarbeiter das Feuer, das in dem zweistöckigen Gebäude plötzlich ausgebrochen war. Zum Einsatz kamen 84 Feuerwehrleute mit 23 Fahrzeugen. Das Gebäude konnte allerdings nicht mehr gerettet, aber zum Glück ein Übergreifen auf eine weitere dreistöckige Produktionshalle verhindert werden (wir berichteten).

„Es waren hier Brandsuchhunde im Einsatz sowie ein Sachverständiger aus Berlin mit einem sogenannten Photoionisations-Detektor, der dann genaue Aussagen zulässt, ob Brandbeschleuniger im Spiel waren. Es hat kein Hund angeschlagen, noch hat der Spezialdetektor irgendwelche Ergebnisse gebracht. Weder die Polizei noch die Feuerwehr, noch Sachverständige konnten letztendlich sagen, wie der Brand entstanden ist“, sagte Herbert Konz, Technischer Werkleiter, auf Nachfrage dieser Zeitung. Das Verfahren sei eingestellt worden. Den entstandenen Schaden beziffert der Werksleiter mit rund einer halben Million Euro. Die Versicherung übernahm die Regulierung.

Inzwischen ist die Brandruine beseitigt und die Baustelle beräumt worden. Wann eine neue Halle entsteht und in welcher Größenordnung, ist derzeit noch unklar, denn das Unternehmen stellt sich auf die Verarbeitung neuer Produkte ein und möchte erst den Markt analysieren. Zum Beispiel sollen in Zukunft größere Formate von Keramikteilen bis 90 Zentimeter weiterverarbeitet werden, die als Rohware nach Mügeln geliefert werden.

„Zwei Termine sind für uns wichtig: der norddeutsche Kachelofenbauertag in Linstob in Mecklenburg-Vorpommern vom 26. bis 27. Februar sowie eine Ausstellung mit Exponaten auf der sogenannten Hagos-Börse in Stuttgart vom 16. bis 18. März. Das ist unser größter Kunde, eine Genossenschaft, bei der die Ofenbauer unsere ganzen Produkte kaufen können“, informierte der Werksleiter weiter. Auf dieser Messe sollen große Teile präsentiert und anschließend Schlüsse für die künftige Produktpalette gezogen werden. Bisher werden in Mügeln 57 mal 44 Zentimeter große sogenannte Feuertische aus Keramik hergestellt. Die neuen Produkte haben eine Größe von 90 mal 44 Zentimetern. Das sei der Trend, den Architekten empfehlen.

„Wir erhoffen uns mehr Umsatz, wenn wir damit ein breiteres Publikum ansprechen können, das früher nicht bei uns gekauft hat, weil wir diese Teile nicht im Sortiment haben“, so Konz. Deshalb präsentiere sich das Unternehmen erwartungsvoll auf der Messe.

Der Mügelner Werksleiter rechnet damit, dass die Entscheidungen zum Neubau über Größe und Umfang der Investition noch in diesem Jahr bei der Geschäftsführung in Korbach bei Kassel falle. „Ich habe das Wohl und Wehe unserer 50 Mitarbeiter im Auge, Fehlentscheidungen würden sich katastrophal auswirken, insofern müssen wir den Markt genau beobachten und die Messen abwarten“, betonte er. Zusätzlich sollen in Mügeln noch sechs neue Glasuren in das Programm aufgenommen werden. Es gelte, alle Anstrengungen zu unternehmen, um die Stellung auf dem Markt zu behalten.

Von Heinz Großnick

Mügeln 51.236419 13.045206
Mügeln
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