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Oschatz Britische Dampflokfans auf dem „Wilden Robert“
Region Oschatz Britische Dampflokfans auf dem „Wilden Robert“
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15:40 13.04.2018
Klicken im Sekundentakt: Den Briten bieten sich bei der Ankunft ihres Sonderzuges viele Fotomotive. Quelle: Fotos: Axel Kaminski
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Oschatz

Grund war, dass ein Reiseveranstalter einen Sonderzug bei der Döllnitzbahn bestellt hatte. Fahrgäste waren Eisenbahnfans aus dem Vereinigten Königreich – neben Engländern auch Schottländer und Waliser.

Sie waren schon einige Tage in Sachsen, hatten hier das Dampflokfestival in Dresden miterlebt und waren mit mehreren Schmalspurbahnen unterwegs: mit der Weißeritztalbahn, dem Lößnitzdackel und eben auch mit der Döllnitzbahn.

Weite Reisen für Dampflokerlebnisse

Wer glaubt, dass es von der Insel nach Sachsen eine weite Reise sei, nur um Dampfrösser hautnah zu erleben, liegt falsch. Harold Collier, der nahe Manchester zuhause ist, zog diese Leidenschaft schon nach Vietnam, Ecuador, Peru und Kanada. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sei er schön öfter gewesen. Das wäre nicht so viel, schließlich sei er schon seit 50 Jahren Eisenbahnenthusiast.

Für diese Enthusiasten, hier gelegentlich unschmeichelhaft als „Pufferküsser“ bezeichnet, verrät Gordon Finley den englischen Begriff. Sie seien keine „Trainspotter“, sondern „Ferro Equinology Students“, also Leute, die die Eisenbahn studieren.

Begeisterung für dichte Rauchwolken

Als dann die 99 574 der Döllnitzbahn abgekuppelt ist und an das andere Zugende rangiert wird, stehen die Männer und Frauen mit ihren Fotoapparaten und Videokameras kurz in dichten Rauchwolken. „We love it“ (Wir lieben es), entfährt es Gordon Finley.

„A few“, also einige, antwortet Stuard Malcolm aus Edingburgh auf die Frage, wie viele Eisenbahnsouvenirs er besitzt. Die Vermutung, dass er stark untertreibt, liegt nahe. Er hat sich zumindest beim Dampfloktreffen in Dresden wieder etwas Neues gegönnt: Eine Basecap mit dem Logo der Deutschen Reichsbahn.

Londoner mit Oschatz-Routine: Stephen Smith

Ein Oschatz-Besucher mit Routine ist Stephen Smith aus London, der die britische Reisegruppe am Donnerstag leitete. Er weiß genau, wie man vom Regionalexpress-Bahnsteig zur Schmalspurbahn gelangt, schließlich war er schon drei Mal hier. Nach den Bahnfahrten der vergangenen Tagen stehe noch ein Besuch auf Schloss Colditz auf dem Programm, bevor es wieder in die Heimat gehe.

Döllnitzbahn stellt jährlich über ein Dutzend Dampf-Sonderzüge

„Im Jahr stellen wir für verschiedene Auftraggeber zwölf bis 14 Sonderzüge bereit“. erläutert Eisenbahnbetriebsleiter Lutz Haschke. Das sei die Zahl für Dampfzüge, dazu kämen noch einige Dieselzüge. Neben Reisegruppen handele es sich dabei auch um die Bestellung von Foto-Zügen. Dazu versuche man, Reisegruppen auch auf die regulären Dampffahrtage zu lenken. Unter den Touristen spielten die Briten eine besondere Rolle. „Es war eine glückliche Fügung, dass sie auf uns gekommen sind – zu Zeiten, als es der Döllnitzbahn finanziell nicht gut ging“, sagt Haschke.

Von Axel Kaminski

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