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Oschatz Bückware Gelber Sack: Oschatzer Marktchef sieht rot
Region Oschatz Bückware Gelber Sack: Oschatzer Marktchef sieht rot
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16:09 09.10.2014
Jörg Krumbiegel holt die Bückware unterm Tisch hervor: Der Marktkauf-Inhaber ärgert sich darüber, dass er zu wenige Gelbe Säcke geliefert bekommt. Quelle: Dirk Hunger

Der gehört in den Gelben Sack - und hier liegt das Problem. Die dünnhäutigen Kunststoff-Säcke, mit denen sich der Limbacher normalerweise im Marktkauf Oschatz eindeckt, sind hier Mangelware. Von Pogrell ist nicht der einzige, der sich darüber ärgert.

Auch Marktkauf-Inhaber Jörg Krumbiegel sieht rot, wenn es um Gelbe Säcke geht. "Das Problem ist, dass wir nicht mehr Säcke geliefert bekommen und sie damit wie früher zur Bückware werden. Wir sind die Sündenböcke dafür, dass die Abfallentsorgung nicht funktioniert. Die Damen an unserer Information müssen sich einiges von unseren Kunden anhören. So, als würden wir die Säcke absichtlich zurück halten", sagt der Einzelhändler. Von der Alba AG, die in der Region Oschatz für die Verpackungsabfälle zuständig ist (siehe Kasten), bekommt Marktkauf laut Krumbiegel jeweils mittwochs und freitags drei Kartons mit Gelben Säcken zur Verfügung gestellt. "Wir geben nur eine Rolle pro Person aus - und trotzdem reicht das nur zwei Stunden", so Krumbiegel. Wer außerhalb dieser Zeit nach Gelben Säcken verlangt, dem ergeht es wie Eberhard von Pogrell.

Lieferant der Gelben Säcke für Marktkauf ist die Alba Sachsen GmbH. "Auch uns tut es leid, dass es im Marktkauf Oschatz immer wieder zu Engpässen bei Gelben Säcken kommt", sagt Geschäftsführer Volker Senftleben. Im Oschatzer Marktkauf sei der Absatz der Säcke sehr hoch. Alba stelle hier etwa 300 000 Säcke pro Jahr zur Verfügung. Das seien wesentlich mehr, als in anderen Landkreisen üblich. "Leider müssen wir feststellen, dass es auch verstärkt zu einer Zweckentfremdung der Gelben Säcke kommt. So werden diese beispielsweise statt für die Entsorgung von Leichtverpackung auch für die Sammlung von Grünschnitt, Altkleidern oder Ähnlichem genutzt", so Senftleben. Durch die Fremdnutzung der Säcke entstehen der Alba Sachsen GmbH nach eigenen Angaben etwa 30 Prozent Mehrkosten.

Senftleben: "Wir stehen mit der Marktleitung in regelmäßigem Kontakt, um hier Abhilfe zu schaffen. So lange müssen wir die Bürger auf die anderen in der Nähe befindlichen Verteilstellen verweisen. Dort stehen weiterhin ausreichend Gelbe Säcke zur Verfügung." © Kommentar

Frank Hörügel

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