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Bürgerfrust wegen fehlendem Radweg an der Staatsstraße 31 bis Oschatz

Straßenverkehr Bürgerfrust wegen fehlendem Radweg an der Staatsstraße 31 bis Oschatz

Der fehlende Radweg entlang der Staatsstraße 31 sorgt weiterhin für frustrierte Bürger. Zur jüngsten Stadtratssitzung forderten Harry Beck und Holger Schilke von der Initiativgruppe S 31 Mügelns Bürgermeister Johannes Ecke, sich für die Sicherheit entlang der Fahrbahn stark zu machen.

Der ersten Fahrraddemo für einen straßenbegleitenden Rad- und Fußweg entlang der Staatsstraße 31 von der Grundschule Neusornzig bis zum Stadtbad Mügeln folgt am 20. Oktober erneut eine Aktion der Initiativgruppe „Radweg S 31“. Diesmal starten die Teilnehmer um 14.30 Uhr an der Werkschule Naundorf, radeln zur Apfelbaumschule nach Schweta und zurück zur Öko-Station in Naundorf.

Quelle: Bärbel Schumann

Mügeln. Der fehlende Radweg an der S 31 von Bockelwitz über Kleinpelsen, Neusornzig, Mügeln, Schweta, Naundorf bis Oschatz steht weiter in scharfer Kritik der Initiativgruppe „Radweg S 31“. Die Akteure riefen zur zweiten Aktion für den 20. Oktober auf, um der Forderung des Ausbaus Nachdruck zu verleihen. Zur jüngsten Stadtratssitzung stand das Thema erneut in der Bürgerfragestunde zur Debatte. „Herr Ecke, ich möchte von Ihnen persönlich und den anwesenden Stadträten wissen, ob wir in Zukunft mit Ihrer Unterstützung, egal in welcher Form, rechnen dürfen?“ fragte Harry Beck von der Initiativgruppe. Absolut unverständlich für Beck, dass das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) der Stadt Mügeln das Ergebnis einer Verkehrszählung vorenthalte. Es bestehe aus seiner Sicht kein Grund, solche Zahlen geheim zu halten. „Ich bitte dringend, dass Sie als Bürgermeister und als Stadträte hier nachgraben, damit wir diese Information über aktuelle Verkehrsaufkommen auf unseren Straßen, die hier tangieren, nicht so im Raum stehen lassen können.“

Werden Zahlen vom LASUV geheim gehalten?

„Das Lasuv rückt die aktuellen Zahlen der Verkehrszählung nicht heraus. Ich kann Ihnen versprechen, dass ich da noch einmal an Herrn Heier, den Niederlassungsleiter in Leipzig, einen Brief senden werde“, antwortete der Bürgermeister. Natürlich unterstütze die Stadt die Forderung. „Wir müssen den Druck in Richtung Dresden, auch in Richtung Lasuv, geben“, unterstrich Ecke, erinnerte aber an die Aussage Heiers, der keine Notwendigkeit für den Bau eines Fuß- und Radweges sehe. „Es ist eine Geschichte, die letztlich vom Landesamt entschieden werden muss, weil dieser Radweg am Ende straßenbegleitend ist. Da geht es darum, dass dieser Radweg gebaut und unterhalten werden muss. Wir als Stadt sind nicht in der Lage, auch mit Fördermitteln, Grunderwerb und einer geschätzten Summe von 1,5 Million Euro zu bauen.“ Ecke informierte über die bürokratischen Hürden. „Sollte das Landesamt am Jahresende sagen, was ich nicht glaube, wir bauen, vergehen sechs bis acht Jahre bis gebaut werden kann, denn Planfeststellung und Erwerb von Grundstücken dauern ihre Zeit.“

Bezüglich des Radweges von Naundorf nach Schweta habe die Stadt vor zwei Jahren im Ministerium vorgesprochen. „Man sieht, was dort mit dem Bankett passiert. Die Transporter fahren den Straßengraben runter, weil sie zu groß sind und sich dort begegnen und es ist kreuzgefährlich für Fahrradfahrer. Die Antwort von Herrn Heier ist, wir haben erstens keine Planung und die Planer sind in Rente gegangen“, informierte Ecke weiter und fügte hinzu: „Es besteht jetzt die Notwendigkeit, weiter zu planen. Wenn das Planfeststellungsverfahren aufgerufen wird, müssen wir aufpassen, dass dieser Radweg mit dabei ist. Und den müssen wir vehement fordern.“

Lebensgefährliche Leitplanken für radelnde Kinder

Holger Schilke wollte wissen, welche Schritte die Stadt zu unternehmen gedenkt, um die Strecke vom Stadtbad Mügeln zur Grundschule Neusornzig verkehrssicherer zu machen, damit diese Verhältnisse dort entschärft werden und nicht erst lebensgefährliche Unfälle passieren. Sein Vorschlag: „Es könnte eine Geschwindigkeitsbegrenzung eingeführt und die lebensgefährlichen Leitplanken entlang der Straße beseitigt werden. Die Stadt könnte durchaus tätig werden, auf jeden Fall an das Straßenverkehrsamt des Landkreises herantreten, damit dort kurzfristig Beschilderungsmaßnahmen und Geschwindigkeitsbegrenzungen erfolgen.“

„Mich persönlich stören die Leitplanken ebenso, aber die Aussage ist, wir haben laut Plan und Gesetz gebaut und da werden wir auch nichts ändern“, antwortete Ecke und schlug in diesem Zusammenhang vor: „Wir werden uns erneut die Information vom Landkreis und vom Lasuv einholen. Vielleicht ergibt sich die Gelegenheit, hier jemand vom Landesamt einzuladen, der uns informieren kann. So viel kann ich Hilfe anbieten.“

Von Heinz Großnick

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