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Oschatz Bürgermeister lobt steigende Attraktivität von Mügeln
Region Oschatz Bürgermeister lobt steigende Attraktivität von Mügeln
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09:16 23.03.2017
Die Verwaltungsmitarbeiterinnen, hier mit Bürgermeister Johannes Ecke links im Hintergrund, sorgten am Dienstag für das Wohl der Gäste. Quelle: Fotograf Sven Bartsch
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Mügeln

Rund 75 Gäste aus Politik und Wirtschaft, den Kirchen und Vereinen sowie von kommunalen Einrichtungen konnte Mügelns Bürgermeister Johannes Ecke (Freie Wählervereinigung Mügeln) am Dienstagabend beim Frühjahrsempfang im Rathaus Mügeln begrüßen. Unter ihnen den SPD-Landtagsabgeordneten Volkmar Winkler, die Vertreterin des Landratsamtes Nordsachsen Uta Schladitz sowie den Oberbürgermeister der Stadt Oschatz Andreas Kretschmar (parteilos) und Wermsdorfs Gemeindeoberhaupt Matthias Müller (CDU).

Ecke zog in seiner Rede Bilanz über 2016, lobte das Erreichte, sparte aber auch nicht mit Kritik. „Unsere lebens- und liebenswerte Stadt mit ihren Ortsteilen wird zusehends schöner. Diese Worte hört man sowohl von Einwohnern als auch Gästen vermehrt auf unseren Straßen.“ Großen Anteil daran habe das Programm der Stadtsanierung, das noch bis 2021 laufe. Mit finanzieller Unterstützung des Landes sowie durch den Einsatz von Eigenmitteln der Stadt und privater Investoren habe sich das Stadtbild im vergangenen Jahr sehr positiv entwickelt. Ecke dazu: „Für die folgenden Jahre wünsche ich mir, dass die noch verbleibenden grauen Fassaden verschwinden und es weiterhin eine Freude ist, in die Stadt zu kommen.“ Wie sehr die Einwohner an der positiven Entwicklung der Stadt interessiert sind, zeige die Renovierung des Stadtbades. Über 10 000 Euro Spenden seien für die Gestaltung des Bades, das am 13. Mai wiedereröffnet werden soll, gesammelt worden.

Die zunehmende Attraktivität von Mügeln habe laut Ecke einen Zuzug junger Leute zur Folge. Deshalb steige der Bedarf an Kindergartenplätzen und werde derzeit das ehemalige Bürgerhaus in Schweta als Erweiterungsbau des Kindergartens umgebaut. Die in Mügeln bisher umgesetzten Bauvorhaben konnten nicht zuletzt dank der Förderprogramme, wie beispielsweise des Programmes „Brücken in die Zukunft“ umgesetzt werden.

Allerdings verschwieg Ecke in diesem Zusammenhang auch nicht, dass viel Papier beschrieben werden müsse, um an staatliche Gelder zu gelangen. Verwaltungswege seien lang und kompliziert. Das treffe nicht nur die Stadt Mügeln. Als Beispiel erwähnte Ecke das Leader-Förderprogramm und sagte: „Schön, dass für das Sächsische Zweistromland Ostelbien 14,8 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Welch langer Weg muss zurückgelegt werden, um in den Genuss von Fördermitteln zu gelangen. Beginnend im Planungsbüro und vieler Stunden Ingenieurarbeit mit viel Papier sowie immer neuer Vorgaben, die zu erfüllen sind.“ Am Ende würden eineinhalb Jahre bis zur Bewilligung ins Land gehen, was Privatleute abschrecke. Schließlich bliebe dann Geld übrig, was nicht Anliegen des Förderprogrammes sein könne. In Richtung Landesregierung bemerkte Ecke: „Bitte überdenken Sie nochmal und lockern Sie gegebenenfalls die Anforderungen.“

Auch was die Regionalplanung betrifft, fand Ecke kritische Worte: „Dieser Plan ist die Zukunft der Region. Leider kam die Stadt Mügeln dabei nicht gut weg. So bedurfte es einer Klarstellung, damit wir in der Zukunft nicht den Status Unterzentrum verlieren.“

Seine Freude brachte Ecke über den an zwei Mügelner Firmen erfolgten Verkauf eines Teiles des Gewerbegebietes Mügeln-Schweta zum Ausdruck. Die Stadt benötige in Zukunft weitere Gewerbeflächen, um bei Bedarf reagieren zu können. Schließlich sei die kurze Entfernung mit guter Verkehrsanbindung zur Autobahn ein Aspekt, um über weitere Ansiedlung nachzudenken.

Von Heinz Großnick

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