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Oschatz Bürgermeister und SPD-Bundestagskandidat machen sich stark für Jugendherberge Dahlen
Region Oschatz Bürgermeister und SPD-Bundestagskandidat machen sich stark für Jugendherberge Dahlen
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15:00 04.02.2017
Matthias Löwe Quelle: Dirk Hunger
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Dahlen

Sonst verbringen hier Grundschüler ihre Klassenfahrten oder Vereine gemeinsame Treffen, dieses Jahr sollen aber auch noch Handwerker in die Jugendherberge Dahlen einziehen. Allerdings nicht zum Arbeiten, sondern zum Übernachten. Das haben die Organisatoren des Workcamps angehender Parkettleger, das in der ersten Septemberwoche im Schloss stattfinden soll, angekündigt. Der Vorteil der Jugendherberge sei, dass alle Teilnehmer des Camps gemeinsam in einem Haus untergebracht werden könnten und dort auch Möglichkeiten für die Freizeit bestehen, beschrieb Steve Klose, selbst Parkettlegemeister und am Projekt beteiligt. Bürgermeister Matthias Löwe (WHD) verwies zudem auf das Außengelände und das Kompetenzzentrum Holz in unmittelbarer Nachbarschaft: „Das bietet sich für Zusammenkünfte an und dürfte besonders für die Handwerker, die auch sonst selbst mit dem Werkstoff Holz zu tun haben, interessant sein.“

Parkettleger übernachten hier

Angehende Parkettleger aus verschiedenen europäischen Ländern können sich derzeit für die Teilnahme des Workcamps in Dahlen bewerben. Hier sollen sie innerhalb von einer Woche den Kaisersaal im Schloss mit einem Parkettfußboden ausstatten (wir berichteten) und sich auch am dahinter liegenden, kleinen Spiegelsaal versuchen. Unterstützt wird die Aktion von Herstellern aus der Branche, die dafür Material zur Verfügung stellen.

Weil in Dahlen kein Hotel zur Verfügung steht, in dem 25 bis 30 Gäste einchecken können, wolle man sich in der Jugendherberge einmieten. „Das ist optimal. Die Teilnehmer haben genug Freiraum und sind schnell im Schloss, wo dann alle Arbeiten vor Ort erledigt werden“, so Steve Klose.

Die Möglichkeiten in der über 75 Jahre alten Herberge wissen auch andere zu schätzen: Das Haus hat viele Stammgäste, Gruppen schätzen das große Freigelände und die Nähe zur Natur – immerhin liegt die Dahlener Heide direkt vor der Tür. Aktuell ringen Stadt und Landesherbergsverband jedoch um die Zukunft der Einrichtung: Das traditionelle Fachwerkgebäude muss an aktuelle Brandschutzbestimmungen angepasst werden und soll zudem komfortabler ausgestattet werden (wir berichteten). Ende des Jahres läuft der Vertrag zwischen der Kommune als Eigentümer und dem Verband als Betreiber aus. Bürgermeister Matthias Löwe hat bereits deutlich gemacht, dass die Stadt am Erhalt der Jugendherberge interessiert ist, für die nötigen Investitionen jedoch auf Fördermittel angewiesen sei. Öffentliche Zuschüsse seien Voraussetzung für die Zukunft des Standortes, hatte auch Thomas Müller vom Vorstand des Landesverbandes betont.

Wirtschaft der Heideregion lebt vom Tourismus

Jetzt klinkt sich Rüdiger Kleinke, Direktkandidat der SPD für Nordsachsen zur Bundestagswahl, in die Diskussion ein. „Die Wirtschaft der Heideregion lebt vor allem vom Tourismus. Die Schließung der Jugendherberge in Dahlen wäre in dem Zusammenhang fatal“, warnt er vor dem Szenario im schlimmsten Fall. Kleinke verweist auf Förderprogramme für vitale Dorfkerne und Ortszentren im ländlichen Raum. Diese könnten auch eine Chance für die Herberge in der Heidestadt sein. „Ohne Sanierung keine Entwicklung, ohne Entwicklung keine Zukunft. Das kann sich niemand in Nordsachsen leisten. Wir sind deshalb in der Region gut beraten, für den Standorterhalt der Traditionsherberge zu kämpfen“, fordert er.

Von Jana Brechlin

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