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Oschatz Bundesverdienstkreuz für Ex-Chef der Mügelner Döllnitzbahn
Region Oschatz Bundesverdienstkreuz für Ex-Chef der Mügelner Döllnitzbahn
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18:27 02.04.2016
Das Bundesverdienstkreuz erhielt Gerhard J. Curth (links) vom Berliner Verkehrssenator Andreas Gansel.
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Berlin/Mügeln

 Mit dem Bundesverdienstkreuz ist jetzt Gerhard J. Curth, der von 1993 bis 2007 Geschäftsführer der Döllnitzbahn GmbH war, ausgezeichnet worden.

„Der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland hat in Anerkennung der um Volk und Staat erworbenen besonderen Verdienste den Präsidenten des Deutschen Bahnkunden-Verbandes (DBV), Gerhard J. Curth, mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet“, heißt es in einer Mitteilung des Deutschen Bahnkunden-Verbandes mit Sitz in Berlin. Curth erhalte die Ehrung für fast 40-jähriges unermüdliches Engagement für die Belange der Bahnkunden.

Nach der Wende habe er sich gegen die Stilllegung von Bahnstrecken, vornehmlich in Ostdeutschland – aber auch in Bayern, Hessen und Niedersachsen – gestellt. Zur Selbsthilfe gründete der DBV 1993 als erste nichtbundeseigene Eisenbahn Sachsens die Döllnitzbahn sowie die heutige Deutsche Regionaleisenbahn (DRE), um gefährdete Strecken nötigenfalls selbst zu übernehmen.

Nach Angaben des Deutschen Bahnkunden-Verbandes ist die DRE mit derzeit 44 Strecken im Umfang von rund 800 Kilometern das größte nichtbundeseigene Eisenbahn-Infrastrukturunternehmen Deutschlands. Seit 1996 ist Curth dessen Vorsitzender Geschäftsführer. Die Auszeichnung, die vom Bundespräsidenten Joachim Gauck verliehen wird, nahm er aus den Händen des Berliner Verkehrssenators Andreas Geisel entgegen.

Auf den ehemaligen Geschäftsführer der Döllnitzbahn Gerhard J. Curth waren die Verbandsmitglieder der Schmalspurbahn 2007 jedoch nicht gut zu sprechen. Hauptgrund für den Streit: Die Mitglieder des Zweckverbandes Döllnitzbahn (Oschatz, Mügeln, Naundorf, Sornzig-Ablaß, Nordsachsen) warfen ihm vor, dass Fördermittel in den Jahren 2005 und 2006 nicht ordnungsgemäß verwendet und abgerechnet zu haben. Curth bestritt die Vorwürfe. Lediglich in einem Fall, als sich Pläne für einen Betriebshof in Oschatz zerschlagen hatten, seien die Fördermittel dafür nicht zurückgezahlt worden, räumte Curth ein. Er wurde als Geschäftsführer der Döllnitzbahn im März 2007 von Lutz Haschke abgelöst.

Von Heinz Großnick

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