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Oschatz CDU will in Dahlen wieder stärker werden
Region Oschatz CDU will in Dahlen wieder stärker werden
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11:06 15.07.2016
Die CDU will auch im Dahlener Rathaus wieder stärker werden. Quelle: Dirk Hunger
Dahlen/Ochsensaal

„Aufgeben kommt nicht in Frage!“ Derart kämpferisch gaben sich CDU-Mitglieder diese Woche in Ochsensaal, wo sich Kreisvorsitzender Marian Wendt mit Vertretern des Dahlener Stadtverbandes sowie aus Cavertitz und Wermsdorf getroffen hatte (wir berichteten). Immerhin hatte die Union in der Heidestadt in den vergangenen Jahren deutlich Federn lassen müssen und einen nahezu beispielhaften Niedergang erlitten: Zur Wende gehörten über 100 Frauen und Männer zum Stadtverband, im Stadtrat waren die Christdemokraten lange eine feste Größe – bis 1999 eine Schrumpfkur einsetzte.

Seither verlor die Partei Mitglieder und Sitze im Rat, und auch den Chefsessel im Rathaus musste der damalige CDU-Bürgermeister Johannes Rudolph nach einer Amtsperiode räumen. Sicher hat die demografische Entwicklung – viele ältere Mitglieder, der Wegzug junger Menschen und generell weniger Nachwuchs – einen Anteil daran. Diskrepanzen im Stadtverband und Frust taten ein Übriges. Ein Dutzend Mitglieder sind dem Stadtverband geblieben. „Wir haben in Dahlen seit Jahren keinen Vorstand“, räumte Holger Mucke vom Kreisvorstand ein.

Das soll sich nun ändern. Vor allem aber soll die Partei wieder deutlicher wahrgenommen werden, auch von potenziellen Interessenten. „Wir haben den Leuten etwas zu bieten“, ist Marian Wendt überzeugt, „es gibt durchaus Einfluss. So nominieren die CDU-Mitglieder im Kreis zum Beispiel die Kandidaten für Land- und Bundestagswahl, dadurch wird spürbar Einfluss auf die politische Arbeit genommen, außerdem hat man einen direkten Ansprechpartner und kurze Wege.“ Er verwies darauf, dass in Dahlen bereits ein personeller Neuanfang geglückt sei: Zur Kommunalwahl 2014 tauchten mit Guido Kirsten und Marcus Podstufka zwei junge Gesichter auf der Liste der Christdemokraten auf, von denen Podstufka einen Achtungserfolg erzielte und mit 364 Stimmen in den Stadtrat einzog. „Darauf kann man aufbauen“, findet Wendt. Und auch Podstufka meinte, es gebe durchaus Leute, die interessiert seien an einem geschärften politischen Profil wie es die Union biete. Das würden auch die vergangenen Bundes- und Landtagswahlen zeigen, dabei sei Dahlen immer eine CDU-Hochburg gewesen, so Kreisvorsitzender und Bundestagsabgeordneter Marian Wendt. Gewinne man weitere engagierte Mitglieder für die Arbeit vor Ort, könne man davon auch kommunalpolitisch profitieren. „Der Kreisvorstand wird Dahlen dabei unterstützen“, versicherte er.

Von Jana Brechlin

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